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Riesa verliert Impfzentrum

Der Betreiber der Sachsenarena würde die Halle gern länger für Corona-Impfungen anbieten. Aber der Freistaat will nicht.

Wird bald verschwinden: der Hinweis auf das Impfzentrum in der Riesaer Sachsenarena. Nach derzeitigem Stand schließt es Ende Juni.
Wird bald verschwinden: der Hinweis auf das Impfzentrum in der Riesaer Sachsenarena. Nach derzeitigem Stand schließt es Ende Juni. © Eric Weser

Riesa. Zehntausende sind seit Januar für die Corona-Schutzimpfung nach Riesa gepilgert. Aus dem ganzen Landkreis Meißen, aber auch aus Dresden und anderen Teilen Sachsens - wo die gefragten Impftermine oft noch knapper waren als in der Sachsenarena. Nun steht fest: Damit ist es bald aus.

Der Endspurt für die meisten der Impfzentren in Sachsen hat begonnen, teilt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Betreiber mit. Ursache sei der Beschluss des Sächsischen Kabinetts vom Dienstag. "Nach aktuellen Planungen werden - bis auf die Impfzentren in den kreisfreien Städten - die meisten Impfzentren ihre letzten Erstimpftermine Ende Mai durchführen. Im Juni werden dann noch die verabredeten Zweitimpftermine durchgeführt, um auftragsgemäß die Impfzentren zum Ende des Monats zu schließen", sagt DRK-Sprecher Kai Kranich.

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Offenbar ging es bei der Entscheidung auch darum, Kosten zu sparen. Die Impfungen sollen nun immer mehr bei niedergelassenen Ärzten stattfinden. Der Mietvertrag mit der städtischen Gesellschaft FVG Riesa für die Sachsenarena wird damit nicht verlängert. FVG-Geschäftsführer John Jaeschke ist von der Entscheidung nicht begeistert. "Eine so komplex aufgebaute organisatorische Infrastruktur in dieser Phase der Pandemie aufzugeben, ist schwer nachzuvollziehen."

Man habe dem DRK alle Optionen für eine Verlängerung eingeräumt - zumal man als Betreiber von Sachsenarena und Stadthalle Stern auch selbst ein Interesse daran habe, dass möglichst bald viele Sachsen geimpft sind. "Daran hängt ja auch der mögliche Start für größere Veranstaltungen", sagt John Jaeschke.

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Unterdessen verkündet an der Arena-Fassade die elektronische Werbetafel weiterhin Veranstaltungen für den Herbst an. Das habe seine Richtigkeit, so der FVG-Geschäftsführer: In aller Regel vermiete man lediglich die Halle an die Veranstalter. Die entscheiden selbst über Absagen oder Verschiebungen - und gehen offenbar davon aus, dass ab September wieder etwas stattfinden kann.

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