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Corona-Rückblick: Trotz vieler Toter keine Übersterblichkeit in Meißen

Die aktuellen Zahlen aus der Kreisstadt Meißen sind kein Anlass zur Sorge, bundesweit sieht es dagegen ganz anders aus. Die AfD fordert eine Entschuldigung.

Von Ulf Mallek
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Frühling am Elblandklinikum Meißen. Hier starben die meisten Corona-Opfer des Landkreises Meißen.
Frühling am Elblandklinikum Meißen. Hier starben die meisten Corona-Opfer des Landkreises Meißen. © Daniel Schäfer

Meißen. Viele von uns haben noch die Bilder aus Italien vom Beginn der Pandemie im Kopf. Militärlaster rollten in langen Kolonnen durch die Stadt Bergamo. Mit Särgen gefüllt. Mehr als 6.000 Menschen sind in der ersten Welle der Pandemie in der Provinz Bergamo gestorben. Das darf niemals bei uns passieren, sagten die Politiker damals und verhängten sehr strenge Maßnahmen übers Land. Im Landkreis Meißen starben in den drei Jahren Pandemie 1.058 Menschen an oder mit Corona. Ist das nun viel oder wenig?

Die meisten Menschen, die an dem Virus starben, waren schon älter. Meist über 80 Jahre alt. Doch eine Übersterblichkeit durch das Covid-19-Virus hat es in der Stadt Meißen nicht gegeben. Das teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage des Meißner AfD-Stadtrats Thomas Kirste mit. So sei zwar ein leichter Anstieg der Sterbefälle der 80- bis 89-Jährigen in Meißen zur Coronazeit bemerkbar. Generell sei die gleiche Altersgruppe in der Coronazeit aber sogar angewachsen. Lebten im Dezember 2019 noch 2.565 Bürger dieser Altersgruppe im Stadtgebiet, zählte die Verwaltung für den Dezember 2022 bereits 2.748 Menschen zwischen 80 und 89 Jahren in Meißen. Im gleichen Zeitraum stieg auch die Zahl der über 90-Jährigen an. Jene der über 100-Jährigen hatte sich von drei auf zwölf Bürger sogar vervierfacht.

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