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Impfgipfel: Regierung hat Chance vertan

Der Druck, die Impfquote in Sachsen zu erhöhen, ist groß. Umso enttäuschender sind die Ergebnisse des sächsischen Impfgipfels.

In Sachsens Impfzentren ist nicht mehr viel los.
In Sachsens Impfzentren ist nicht mehr viel los. © dpa/SZ

Auf Gipfeln kann die Luft mitunter ja sehr dünn werden. Dass die Ergebnisse des über Wochen angekündigten Impfgipfels selbiges sind - nämlich sehr dünn -, war hingegen kaum zu erwarten. Was bleibt als Beobachter von der Runde hängen? 30 Vertreter von Verbänden und Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich wieder einmal gegenseitig versichert, wie wichtig und sinnvoll die Corona-Impfung ist und haben an die Sachsen appelliert, dass sie sich doch bitte recht zahlreich impfen lassen sollen.

Ja, es soll auch Impfungen dort geben, wo viele Menschen unterwegs sind - zum Beispiel in und an Einkaufszentren. Ja, alle Teilnehmer wollen noch einmal in ihren Kreisen gezielt für die Impfung werben. Das war das einzig Konkrete, was der Impfgipfel bot. In welchen Einkaufszentren sind konkret Aktionen geplant? Welche neuen Mittel und Wege sind geplant, um die Impfung an die Frau oder den Mann zu bringen? Auf diese Fragen gab es leider keine Antwort. Angesichts der Dringlichkeit, die viele Teilnehmer betonten, und der wochenlangen Vorbereitungszeit für den Impfgipfel ein schwaches Zeichen.

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So bleibt leider einen Eindruck der Ratlosigkeit zurück. Die Landesregierung hat eine Chance vertan, entschlossenes Handeln zu demonstrieren. Oder werden wir in den kommenden Tagen noch von den zahlreichen Ideen und Konzepten überrascht, die ja irgendwie während der zwei Stunden des Gipfelns unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert worden sein müssen?

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