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Das denken die Sachsen über die Corona-Impfung

Laut einer Umfrage rechnet die Mehrheit mit einer flächendeckenden Impfung bis zum Sommer. Dennoch bleiben viele Sachsen skeptisch.

Am Sonntag haben auch in Sachsen die Corona-Impfungen begonnen. Hanna Hertzsch, 85-jährige Bewohnerin im Pflegeheim Haus an der Linde im Landkreis Zwickau, gehörte zu den ersten Geimpften.
Am Sonntag haben auch in Sachsen die Corona-Impfungen begonnen. Hanna Hertzsch, 85-jährige Bewohnerin im Pflegeheim Haus an der Linde im Landkreis Zwickau, gehörte zu den ersten Geimpften. © Robert Michael/dpa

Die ersten Corona-Impfungen in Sachsen haben am vergangenen Wochenende begonnen, doch angesichts der Massen an zu impfenden Personen ist es noch ein weiter Weg bis zu einem wirksamen Schutz gegen das Coronavirus. Während der Impfstoff nun zunächst an einzelne Pflegeheime und Krankenhäuser verteilt wurde, kommen im neuen Jahr auch die 13 Impfzentren im Freistaat zum Einsatz. Ab Januar sollen Sachsen nach den aktuellen Plänen wöchentlich rund 34.125 Dosen dafür zur Verfügung stehen.

Die Mehrheit der Sachsen geht davon aus, dass die Kapazitäten bei der Impfstoff-Produktion ausreichen, damit die Bevölkerung spätestens bis zum Sommer flächendeckend geimpft ist. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat.

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Demnach sind rund 55 Prozent der Sachsen zuversichtlich, dass innerhalb des kommenden halben Jahres ein Corona-Impfstoff flächendeckend verfügbar sein wird. Rund 31 Prozent glauben hingegen, dass die Impfstoff-Produktion in diesem Zeitraum nicht ausreicht, um einen weitreichenden Schutz der Bevölkerung zu erreichen. Rund 14 Prozent der Sachsen sind bei der Frage unentschieden.

Der Vergleich zur bundesweiten Auswertung der Umfrage zeigt aber auch, dass die Sachsen den Erfolg der Corona-Impfungen relativ skeptisch bewerten. So sind deutschlandweit 60 Prozent der Menschen davon überzeugt, dass im kommenden halben Jahr flächendeckend ein Corona-Impfstoff verfügbar sein wird - rund fünf Prozentpunkte mehr als in Sachsen.

Zugleich sagen nur rund 29 Prozent der Deutschen - rund zwei Prozentpunkte weniger als in Sachsen - , dass die Impfstoff-Produktion nicht ausreicht. Rund elf Prozent der Deutschen sind bei der Frage unentschieden.

Wie eine weitere repräsentative Umfrage ergibt, fühlt sich die Mehrheit der Sachsen gut über die Corona-Impfung informiert. Rund 50 Prozent der Sachsen sagen, dass sie "sehr gut" oder "eher gut" über die Umstände der Impfung bescheid wissen. Zugleich sagt aber auch mehr als jeder dritte Sachse (34,7 Prozent), dass die Informationslage "eher schlecht" oder "sehr schlecht" ist. Wo und wann kann man sich impfen lassen? Wie sicher ist der Impfstoff? Kostet das Impfen etwas? Solche und andere Fragen scheinen in dieser Bevölkerungsgruppe ungeklärt zu sein. Rund 15 Prozent sind bei der Frage unentschieden.

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An der erstgenannten Umfrage wurde bisher 5.061 Mal teilgenommen. Aus 339 Stimmen wurde eine Stichprobe gezogen, die der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung entspricht. An der zweiten Umfrage haben bundesweit 10.006 Menschen teilgenommen. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen besteht aus 649 Personen. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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