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Corona: Tausende freie Impftermine in Sachsen

Das DRK stellt in Sachsen sein Buchungssystem um. Heute gibt es dadurch Tausende neue Impftermine. Und weitere folgen schon bald.

Blick ins Impfzentrum Dresden: Jetzt gibt es wieder Termine.
Blick ins Impfzentrum Dresden: Jetzt gibt es wieder Termine. © Christian Juppe

Dresden. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ändert bei der Terminvergabe für die Erstimpfungen in Sachsen seine Strategie. Impftermine können in Zukunft immer montags, mittwochs und freitags gebucht werden, teilte DRK-Chef Rüdiger Unger mit.

Start ist an diesem Freitag um 8 Uhr, wenn für den Zeitraum vom 17. bis zum 19. Mai im Buchungsportal Tausende Termine vergeben werden. Die Termine sind online und über die Hotline buchbar. Nach und nach sollen so im Mai 25.000 neue Termine freigeschaltet werden. Insgesamt will das DRK im Mai 470.750 Dosen bei Erst- und Zweitimpfungen verimpfen.

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Damit will das DRK die Terminvergabe „für die Menschen, die zum Teil verzweifelt einen Termin suchen“, besser planbar machen, heißt es. Das kontinuierliche Einstellen von buchbaren Impfangeboten soll auch dazu dienen, das IT-System und die Hotline zu entlasten. Bisher wurden die Termine jeweils blockweise eingestellt.

Terminvergabe für Impftermine im Mai:

  • 7. Mai ab 8.00 Uhr für 17. bis 19. Mai
  • 10. Mai ab 12.00 Uhr für 20. bis 22. Mai
  • 12. Mai ab 8.00 Uhr für 23. bis 25. Mai
  • 14. Mai ab 18.00 Uhr für 26. bis 28. Mai
  • 17. Mai ab 12.00 Uhr für 29. bis 31. Mai

DRK-Chef Unger rief dazu auf, bei den Buchungen möglichst das Onlineportal zu nutzen. Denn die Ressourcen des Callcenters seien überschaubar. Täglich seien zuletzt zwischen 70.000 und 80.000 Anrufe bei der Hotline eingegangen, das aber nur höchstens 10.000 Anrufe entgegennehmen könne. Sei dort über Stunden niemand erreichbar, führe das zu Unmut, beklagte Unger.

Laut Robert Koch-Institut wurden in Sachsen bisher mehr als 1,5 Millionen Impfdosen verabreicht - mehr als 456.000 Menschen gelten als vollständig geimpft. Mit einer Quote von 11,2 Prozent liegt der Freistaat bei der Zahl der vollständig Geimpften bundesweit auf dem zweiten Platz.

Astrazeneca für alle

Alle Erwachsenen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin mitteilte. In Sachsen können sich schon jetzt alle ohne Priorisierung beim Hausarzt mit Astrazeneca impfen lassen. Im Sommer sollen auch alle 12- bis 15-Jährigen ein Impfangebot erhalten. Erwartet wird, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer im Juni ab 12 Jahren zugelassen wird.

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Die Ständige Impfkommission befürwortet zunächst weiter eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen. Es gebe bei anhaltend hoher Impfbereitschaft einen „noch beträchtlichen Anteil an impfbereiten Personen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19 Verlauf, die noch keine Möglichkeit zur Impfung hatten“. So seien rund 45 Prozent der 70- bis 79-Jährigen und fast 70 Prozent der 60 bis 69-Jährigen bisher nicht geimpft. (mit dpa)

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