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Sachsen prüft Lockerung bei Kontaktbeschränkung

Ministerpräsident Michael Kretschmer plädiert für eine "lebensnahe Lösung". Was das konkret bedeuten könnte.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer plädiert für "lebensnahe" Lösungen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer plädiert für "lebensnahe" Lösungen. © Archivbild: dpa/Robert Michael

Dresden. In Sachsen könnten die neuen Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie etwas lockerer ausfallen als vom Bund vorgegeben. Um eine extreme Kontakteinschränkung für Kinder und Jugendliche, aber auch eine mögliche Isolation von Alleinerziehenden zu vermeiden, prüft die sächsische Regierungskoalition zurzeit eine Öffnungsklausel.

So hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag dafür ausgesprochen, dass ab kommender Woche nur noch Treffen zwischen den Mitgliedern eines Hausstandes sowie einer weiteren Person erlaubt sein sollen. Bei dieser neuen Höchstgrenze sollen erstmals auch unter 14-Jährige mitgezählt werden, die bei bisherigen Begrenzungen dieser Art nicht berücksichtigt werden mussten.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach sich dagegen am Donnerstag gegenüber Sächsische.de für eine "lebensnahe Lösung" aus und verwies dabei in Richtung des sogenannten bayrischen Modells. Einschränkend erklärte er, dass darüber aber erst die gemeinsame sächsische Koalitionsregierung auf ihrer Sitzung an diesem Freitag beraten und entscheiden wird.

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Demnach könnte es im Freistaat künftig möglich werden, dass Hausständen mit Kindern unter 14 Jahren erlaubt ist, zusätzlich Kontakt zu einem weiteren festen Hausstand zu halten, der allerdings nicht gewechselt werden darf. Damit wäre es möglich, dass zum Beispiel Großeltern oder befreundete Familien bei der notwendigen Kinderbetreuung aushelfen können.

Am Freitag kommt Sachsens Staatsregierung zu einer Kabinettssitzung zusammen, auf der die neue und ab dem 11. Januar gültige sächsische Corona-Schutzverordnung verabschiedet werden soll.

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