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Sachsen wieder Schlusslicht beim Impfen

Besonders schnell geht es nirgendwo in Deutschland, doch im Freistaat läuft das Impfen noch langsamer.

Blick ins Impfzentrum in der Dresdner Messe.
Blick ins Impfzentrum in der Dresdner Messe. © Christian Juppe (Archiv)

Dresden. Die Impfkampagne kommt in Deutschland nur schleppend voran. Ganz besonders langsam verläuft sie in Sachsen. Bundesweit betrug die Impfquote am Dienstag 9,3 Prozent. In Sachsen – dem Bundesland mit dem zweithöchsten Corona-Inzidenzwert – wurden bisher nur 8,2 Prozent der Bevölkerung immunisiert. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts hervor.

Bereits in den ersten Wochen nach dem offiziellen Start kam die sächsische Landesregierung mit der großen Nachfrage nicht zurecht. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nannte damals die zu geringen Liefermengen als Grund. Es müssten stets genug Dosen für die Zweitimpfung zurückgelegt werden, gab sie an.

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Unter den schwankenden Lieferkapazitäten leiden jedoch auch die anderen Bundesländer. Außerdem hat der Bund die Länder schon vor einigen Wochen aufgefordert, vorrangig Erstimpfungen zu planen und den zweiten Impftermin so weit wie möglich zu verschieben.

Sachsen geht den umgekehrten Weg. Seit einigen Tagen verteilen die Ärzte weit überwiegend Zweitimpfungen – um die 6.000 pro Tag. Vor der kurzen Zwangspause beim Impfen mit Astrazeneca kam Sachsen pro Tag auf bis zu 11.000 Impfungen insgesamt.

Sollten die Hersteller wie angekündigt in den nächsten Wochen ihre Lieferkontingente erhöhen, müsste die Landesregierung zudem die personellen Kapazitäten in den Impfzentren aufstocken, um nicht Tausende Portionen liegen lassen zu müssen. Über die Finanzierung ist noch nicht abschließend entschieden worden. (SZ/lot)

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