merken
PLUS Sachsen

Sachsen will Maskenpflicht an Schulen aufheben

Schulen und Kitas sollen bei einer Inzidenz unter 100 im Normalbetrieb offen bleiben. Aber auch bei höheren Werten soll es keine neuen Schließungen geben.

Die Landesregierung prüft, bei einem Inzidenzwert unter 35 die Maskenpflicht in Schulen und Kindertagesstätten aufzuheben.
Die Landesregierung prüft, bei einem Inzidenzwert unter 35 die Maskenpflicht in Schulen und Kindertagesstätten aufzuheben. © Matthias Balk/dpa

Dresden. Die gesunkene Zahl der Corona-Infektionsfälle könnte in Sachsen bald zu weiteren Lockerungen führen. So prüft die Landesregierung, bei einem Inzidenzwert unter 35 die Maskenpflicht in Schulen und Kindertagesstätten aufzuheben. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Kultusministeriums zur künftigen Regelung des Schul- und Kita-Betriebs hervor, der Sächsische.de vorliegt.

Sollte die Staatsregierung am kommenden Dienstag diesem Entwurf zustimmen, könnten Schüler, Lehrer sowie Schul- und Kita-Personal auf dem Einrichtungsgelände, in den Gebäuden und in den Klassenzimmern ab dem 14. Juni auf das Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske verzichten. An diesem Donnerstag lagen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts insgesamt acht sächsische Landkreise und kreisfreie Städte unter dem Schwellenwert 35.

Einkaufen und Schenken
Nur einen Klick entfernt
Nur einen Klick entfernt

Hier erhalten Sie nützliche Tipps und die aktuellsten Neuigkeiten rund ums Thema Einkaufen und Geschenke aus Ihrer Region.

Zudem sieht die Verordnung vor, dass die Schulen und Kindertagesstätten künftig generell im Normalbetrieb offenbleiben dürfen, wenn der Inzidenzwert unter 100 liegt. Erst bei einem Wert über 100 würden Grundschulen und Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen, bei dem die Kinder in festen Klassen bzw. festen Gruppen unterrichtet oder betreut werden. Ab Klassenstufe 5 würde bei einem Inzidenzwert über 100 erneut der Wechselunterricht eingeführt.

Test-Pflicht in Schulen und Kitas bleibt

Darüber hinaus soll es aber keine weiteren inzidenzabhängigen Vorgaben für den Schulbetrieb im Freistaat Sachsen geben. Eine Schließung der Einrichtungen ist auch bei höheren Inzidenzen nicht mehr vorgesehen. Keine Änderungen sieht der Entwurf dagegen bei der bisher geltenden Test-Pflicht in Schulen und Kitas vor.

Die Verordnung wird notwendig, da das sächsische Kultusministerium ab dem 14. Juni wieder in eigener Regie über Corona-Schutzmaßnahmen in seinem Zuständigkeitsbereich entscheiden soll.

Weiterführende Artikel

Delta sorgt für doppelt so viele Klinikeinweisungen

Delta sorgt für doppelt so viele Klinikeinweisungen

RKI erwartet Wiederanstieg der Inzidenzen, immer weniger Ansteckungen in Sachsen, Corona-Regeln für den Bundestag verlängert - der Newsblog.

Schulen im Rödertal: Maske auf oder ab?

Schulen im Rödertal: Maske auf oder ab?

Offiziell ist die Maskenpflicht an Schulen aufgehoben. Doch es gibt warnende Stimmen. Wie es die Schulen im Rödertal handhaben.

Dresdens Schulen wagen den Neustart

Dresdens Schulen wagen den Neustart

Erstmals seit dem vergangenem Winter sollen die Schüler wieder in mehr Fächern unterrichtet werden. Kommt jetzt der Notendruck?

So bewertet Sachsen den Schul-Lockdown

So bewertet Sachsen den Schul-Lockdown

Eine Mehrheit der Sachsen denkt, dass Schüler durch Corona-Einschränkungen langfristig Nachteile haben werden - und sieht die Schuld auch bei Lehrern.

Zuletzt waren die jeweiligen Vorgaben für Schulen und Kindertagesstätten stets Teil der allgemeinen Coronaschutzverordnung des Landes Sachsen. Auch hier will das Kabinett am Dienstag über einen neuen Entwurf beraten, der ebenfalls Lockerungen in vielen anderen Bereichen vorsieht.

Beide Verordnungen - sowohl die überarbeitete allgemeine Variante als auch die neue für den Kultusbereich - sollen zunächst vom 14. bis 30. Juni gelten.

Mehr zum Thema Sachsen