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So geht es mit Sachsens Impfzentren weiter

Die Impfzentren in Sachsen bleiben bis Ende September geöffnet. Der Start für die Auffrischungsimpfungen ist weiter unklar.

Die Impfzentren in Sachsen bleiben bis Ende September geöffnet.
Die Impfzentren in Sachsen bleiben bis Ende September geöffnet. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Landesregierung hat den Einsatz der Impfzentren bis Ende September verlängert. Auch die 30 mobilen Teams können weiter arbeiten, sie erhalten zudem zusätzliches Personal. Erstimpfungen sollen in allen 13 Einrichtungen bis Ende August angeboten werden. Im September finden dort nur noch die offenen Zweitimpfungen statt, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung mit.

Die zusätzlichen Ausgaben in Höhe von 52 Millionen Euro teilen sich der Bund und der Freistaat Sachsen. 238 Millionen Euro hat das Land bisher für die Impfzentren ausgegeben. Köpping begründete die Verlängerung damit, dass die Impfzentren für eine stabile Versorgung der Bevölkerung wichtig seien. Sie könnten regionale Unterschiede ausgleichen, die durch Lücken bei den Angeboten durch die Hausärzte entstünden. Auch in den Ferien müsse jede Ampulle verimpft werden.

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Der Einsatz der niedergelassenen Ärzte für die Impfkampagne leide vor allen an der unzuverlässigen Belieferung von Impfstoff durch den Bund, kritisierte Köpping. Sie erhielten häufig weniger Impfdosen als sie bestellt hätten und müssten dann zum Ärger ihrer Patienten Termine absagen. Nach einem Rückgang in der vergangenen Woche soll die Zahl der Impftermine nun wieder auf das frühere Niveau hochgefahren werden, sagte DRK-Chef Rüdiger Unger.

Ziel seien, vorausgesetzt die Liefermengen blieben stabil, 120.000 Termine pro Woche. Das Impfkonzept geht von insgesamt 3,7 Millionen Sachsen aus, die mit Impfstoff versorgt werden müssen. Das Interesse der unter 16-Jährigen sei hoch, sagte Unger. Bis Dienstag hätten 1.591 Schüler einen Termin im Portal des DRK gebucht.

Regional unterschiedliche Nachfrage bei Impfterminen

Inzwischen ist Unger zufolge die Nachfrage nach Terminen bei den 13 Impfzentren regional unterschiedlich. Während in Dresden, Leipzig und Chemnitz freie Termine nach ein bis zwei Stunden ausgebucht seien, könnten Interessenten in Mittweida, Riesa, Löbau, im Erzgebirge und im Vogtland noch sehr kurzfristig eine Zusage erhalten. Köpping forderte die Bevölkerung in diesen Kreisen auf, sich dringend einen Impftermin zu holen. Trotz vorrangiger Belieferung mit Impfstoff lägen die Impfquoten im Erzgebirge und in Mittelsachse unter dem Durchschnitt.

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Der genaue Starttermin für die sogenannte Auffrischungsimpfung im Herbst oder Winter ist nach wie vor unklar. Sie erhoffe sich Antworten seitens der Bundesregierung auf der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwoch, sagte Köpping. Die Impfzentren stünden für die Booster-Impfungen nicht mehr zur Verfügung. Denkbar sei, in diese Aufgabe auch die Krankenhäuser und die mobilen Teams einzubeziehen.

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