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Pirna

Pflegeheim: Wer testet nach den Soldaten?

Testen im Akkord: Vier Bundeswehrangehörige helfen seit Februar in Graupa der Diakonie. Die hat ab Ende März ein Problem.

Zwei von vier Soldaten, die bisher dafür sorgen, dass das Testen im Graupaer Pflegeheim problemlos läuft.
Zwei von vier Soldaten, die bisher dafür sorgen, dass das Testen im Graupaer Pflegeheim problemlos läuft. © Daniel Schäfer

Über 1.000 Tests bisher und keiner war positiv. Das lässt die Soldaten manchmal zweifeln. Daran, ob sie alles richtig machen. Und es spornt sie an, nicht nachlässig zu werden. Schon bevor die Schnelltests in der Öffentlichkeit so an Bedeutung wuchsen, wurde in vielen Einrichtungen getestet. Im Pflegeheim Graupa wird seit Wochen jeder Besucher und jeder Mitarbeiter getestet. Von vier Bundeswehrsoldaten, die selbst auch drei Mal pro Woche getestet werden.

Diakonie sucht Hilfe für Heim in Graupa

Sie haben sich für diesen Einsatz freiwillig gemeldet. Doch am 21. März ist Schluss. Dann kehren sie erst einmal in die Kaserne nach Marienberg zurück. Wenn wieder irgendwo Hilfe gebraucht wird, sind sie zur Stelle, sagen sie. Graupa ist bereits ihr zweiter Einsatzort, vorher halfen sie in einem Chemnitzer Pflegeheim. Wenn Not am Mann ist, leisten sie Amtshilfe. Immer wieder, egal wo.

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Hilfe sucht nun auch die Diakonie als Träger des Pflegeheimes in Graupa. Noch ist nämlich offen, wer ab 22. März die Mitarbeiter und Besucher testet. Die bisher ausschließlich negativen Ergebnisse sind kein Grund, bei den Schnelltests nachzulassen, im Gegenteil. "Wir wollen einen lückenlosen Übergang", sagt Katrin Stelzig, Fachbereichsleiterin Altenhilfe bei der Diakonie. "Doch dafür haben wir keine eigenen Personalressourcen."

Schnelltests in Altenzentrum und Sozialstation

Helfen kann, wer will. Gern gesehen sind ehemalige Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen, "aber das ist keine Bedingung", sagt Katrin Stelzig. Jeder ist für die Zeit seines Einsatzes Angestellter der Diakonie und wird theoretisch und praktisch eingewiesen. Zu den Aufgaben gehören die Schnelltests der Mitarbeiter von Altenzentrum und Sozialstation in Graupa sowie die Koordination der Besuchstermine. Testzeiten sind täglich 6 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, in diesen erfolgt dann nach Absprache der Einsatz.

Die Angst, einen Test falsch oder eben nicht richtig zu machen, müsse nicht sein, sagen die Soldaten. Die Tests sind eigentlich selbsterklärend. Wenn die zu Testenden etwas das Gesicht verziehen, weil es unangenehm ist, dann haben die Tester alles richtig gemacht, lautet die Erfahrung der Soldaten.

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