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Deutschland & Welt

Diakonie fordert ausreichend Schnelltests

Sollte man Angehörige im Pflegeheim während der Corona-Pandemie überhaupt noch besuchen?

Schnelltests sollen in der zweiten Welle der Corona-Pandemie Ausbrüche in Pflegeheimen verhindern.
Schnelltests sollen in der zweiten Welle der Corona-Pandemie Ausbrüche in Pflegeheimen verhindern. © Hauke-Christian Dittrich/dpa (Symbolbild)

Halle. Die Diakonie sieht in der Corona-Pandemie eine zunehmende Verunsicherung in Pflegeheimen. Dies betreffe vor allem die Bewohner und deren Angehörige, die sich immer wieder fragten, wie es um die Kontaktmöglichkeiten stehe. 

Daher sei es wichtig, so schnell wie möglich ausreichend Corona-Schnelltests zu bekommen, um Mitarbeiter, Pflegende und Besucher testen zu können, sagte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Christoph Stolte. Die Wohlfahrtsorganisation der evangelischen Kirche hat in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachen rund 32.000 Mitarbeiter und 1.900 Einrichtungen. Darunter sind knapp 120 Pflegeheime.

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Oberkirchenrat Stolte mahnte, dass die Wertschätzung der Pflege in der Gesellschaft während und nach der Pandemie nicht nachlassen dürfe. „Es gibt ganz viele Menschen, die mit Leidenschaft und Verantwortung für das, was sie tun, tagtäglich im Einsatz sind“, sagte er. „Und es braucht noch eine große Kraftanstrengung, um die zweite Corona-Welle zu brechen“, sagte er. 

Leistung pflegender Angehöriger mehr würdigen

Dessen müsse sich die Gesellschaft bewusst sein. „Allein die Arbeit in der Pflege unter ständiger Schutzkleidung ist eine zusätzliche körperliche wie auch seelische Belastung“, sagte Stolte.

Unter Umständen seien so von einem Menschen nur noch die Augen zu sehen. Dies sei psychisch für denjenigen selbst als auch für Menschen, die betreut werden, eine zusätzliche Herausforderung.

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Stolte zufolge ist es wichtig, ebenso die Leistungen der Angehörigen mehr zu würdigen. Denn der Großteil der Menschen werde zu Hause gepflegt. Angesichts der Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie sei es nötig, dass sie unbürokratisch dabei unterstützt würden, sich Hilfe zu holen, um die Belastungen der Pandemie abzufedern. (dpa)

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