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Corona: So laufen die Schnelltests für Schüler

Im Altkreis Döbeln gibt es zwei Anlaufstellen. Manche Schüler werden voraussichtlich auch erst am Dienstag getestet.

Am Montag werden zahlreiche Schüler der neunten bis zwölften Klassen aus der Region Döbeln auf das Coronavirus getestet. Wenn sie beziehungsweise die Eltern dies möchten. Das Testangebot ist freiwillig.
Am Montag werden zahlreiche Schüler der neunten bis zwölften Klassen aus der Region Döbeln auf das Coronavirus getestet. Wenn sie beziehungsweise die Eltern dies möchten. Das Testangebot ist freiwillig. © dpa/Nicolas Armer (Symbolfoto)

Region Döbeln. Alle Schüler der Abschlussklassen, die ab der kommenden Woche wieder in den Schulen vor Ort unterrichtet werden können, sowie die Lehrkräfte können sich am Montag auf Covid-19 testen lassen. So sehen es die Planungen des Sächsischen Kultusministeriums vor. Die Aktion ist eine organisatorische Herausforderung für die Einrichtungen in der Region. Denn Tests sind nicht in jeder Schule vor Ort möglich.

Aus diesem Grund wurden vom Landesamt für Schule und Bildung Testschulen ausgewählt, an denen die Testungen für mehrere Einrichtungen aus dem Umkreis stattfinden werden. Im Altkreis Döbeln sind dies das Berufliche Schulzentrum Döbeln-Mittweida sowie das Harthaer Luther-Gymnasium.

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Gymnasium in Hartha stellt Räume zur Verfügung

Dort laufen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Aktion auf Hochtouren wie Schulleiterin Heike Geißler aus Hartha berichtet. Durchgeführt werden die Tests von haupt- sowie ehrenamtlichen Einsatzkräften des DRK-Kreisverbandes Döbeln-Hainichen.

Die Schule stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung, sagt Geißler. „Wir nutzen ein normales Klassenzimmer, in dem die Teststrecke eingerichtet wird. Zudem gibt es einen Aufenthaltsbereich sowie einen Bereich, in dem sich die positiv Getesteten aufhalten können“, so Geißler.

Um 7.35 Uhr mit Beginn des Unterrichts werde mit den Tests am Gymnasium begonnen. Zuerst können die Abschlussklassen sowie Lehrer des Gymnasiums selbst sich testen lassen. Rund 130 Elft- und Zwölfklässer gehören dazu. Sie werden ab der kommenden Woche im Wechselunterricht beschult. Ein Teil der Kurse befindet sich in der Schule, der andere zu Hause.

Somit werden um die 65 Schüler am Montag für den Unterricht vor Ort sein. Doch Geißler hat auch den anderen Schülern die Möglichkeit eingeräumt, an dem Test teilzunehmen. „Sie kommen dann mit dem Schulbus früh her und müssen nach dem Test wieder nach Hause“, sagt Geißler.

Dort können die Schüler ab Montag aber dem Unterricht vor Ort vom Rechner aus folgen. Denn diejenigen, die in der Schule lernen, werden an den interaktiven Tafeln unterrichtet. So soll die Stunde digital auch bis zu den anderen nach Hause übertragen werden. „Das haben wir diese Woche vorbereitet“, berichtet Geißler.

Anreise mit dem Bus oder zu Fuß

Neben den eigenen Schülern werden auch die Schulabgänger und Lehrer der Pestalozzi-Oberschule Hartha zum Test am Gymnasium erwartet. Laut Geißler werden diese zu Fuß den Weg zur Einrichtung zurücklegen. Diese Möglichkeit haben die Schüler und Lehrkräfte der Leisniger Peter-Apian-Oberschule sowie der evangelischen Werkschule Milkau mit Sitz in Erlau nicht. Für deren Anreise sollen laut dem Sächsischen Kultusministerium Sonderbusse zur Verfügung gestellt werden.

An der Oberschule in Leisnig wusste Schulleiterin Kristin Dorias-Thomas am Mittwoch noch nicht im Detail, ob ein Bus gestellt wird. Sie erwartet am Montag 48 Schüler zurück in ihrer Einrichtung. Jene werden zunächst in geteilten Gruppen normal in den Unterricht starten. Die Schnelltests in Hartha können erst um 12 Uhr durchgeführt werden. So viel stehe bereits fest, so Dorias-Thomas.

Ursprünglich vorgesehen gewesen sei auch, dass auch die Oberschüler aus Waldheim in Hartha mit getestet werden. Dies wäre aber erst am Dienstag erfolgt. Mit dem DRK habe sich Geißler darauf einigen können, dass der Test dann am Dienstag direkt in der Oberschule stattfindet.

Tests für Waldheimer erst Dienstag

Schulleiter Jan Genscher bestätigt dies. Am Mittwoch war er gerade dabei, den Elternbrief dazu zu verfassen. „Das DRK hat uns dazu aufgefordert, die Schüler im Haus zu testen“, sagt Genscher. Dies sei jedoch erst am Dienstag möglich. Am Montag kommen die 61 Schüler allerdings bereits zum Unterricht ins Schulhaus. Alle Zehner sowie die Neuntklässler, die einen Hauptschulabschluss anstreben, würden in den kommenden beiden Wochen vor Ort unterrichtet.

Homeschooling-Phasen gebe es bis zum Beginn der vorgezogenen Winterferien nicht. Die beiden zehnten Klassen würden jedoch geteilt und in verschiedenen Räumen unterrichtet werden. „In der Hauptschulklasse sind nur elf Schüler. Die dürfen zusammen bleiben“, informierte Genscher.

Auf Sport sowie den Unterricht im Wahlfach werde pandemiebedingt zunächst verzichtet. Erst ab 8. Februar werde dann komplett auf das Wechselmodell umgestellt, wenn auch für die übrigen Jahrgänge die Homeschooling-Phase beendet werden sollte.

Roßweiner hoffen auf viele Tests

Ebenfalls vor Ort durchgeführt werden die Tests an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Roßwein, so Schulleiter Thomas Winter am Mittwoch. Geplant sind die Tests aber auch hier erst für Dienstag. Für Montag ist Unterricht vorgesehen. Fast 50 Schüler erwartet der Leiter zurück in seinem Haus. Er hofft, dass sich möglichst viele davon auch testen lassen.

„Es würde mich sehr freuen. Dann würden wir auf Nummer sicher gehen“, sagte Winter. Wichtig sei, dass die Eltern dem Test zustimmen müssen. „Die Einwilligungserklärung muss am Testtag früh vorliegen. Wer sich testen lassen will, sollte das bis Montag 8 Uhr telefonisch oder per E-Mail mitteilen, damit wir genau wissen, wie viele Schüler sich testen lassen wollen“, sagte Winter.

Döbelner Gymnasium und Oberschule gehen ans BSZ

An der zweiten Testschule in der Region, dem BSZ, können sich neben den 35 Schülern der dortigen Abschlussklassen auch die Jugendlichen des Lessing-Gymnasiums sowie der Döbelner Oberschule testen lassen.

Auch hier sind die BSZ-Schüler die ersten, die ab Unterrichtsbeginn um 7.45 Uhr getestet werden können. Von 9 bis 11 Uhr sind die Schüler und Lehrer des Gymnasiums geplant, anschließend folgen die Testwilligen der Döbelner Oberschule.

Fast 150 Elfer und Zwölfer lernen normalerweise am Gymnasium. Die Hälfte von ihnen wird am Montag auch wieder vor Ort sein, sagt Schulleiter Michael Höhme. Die andere Hälfte lernt zunächst weiter zu Hause. Aber auch diejenigen sollen die Testmöglichkeit nutzen können. Sie müssten jedoch den Weg zur Schule und nach dem Test wieder nach Hause selbst organisieren.

Von der Oberschule Döbeln-Nord können sich am Montag noch einmal knapp 80 Schüler am BSZ testen lassen. Die Testwilligen würden zu Fuß in Begleitung von Lehrkräften zur Testschule kommen, sagte Schulleiterin Katrin Wagner. Auch an der Oberschule wird vor den Tests ab 11.30 Uhr bereits normal unterrichtet, in geteilten Klassen in verschiedenen Zimmern sowie zu verschiedenen Zeiten.

DRK steckt noch in den Planungen

Sollte ein Test positiv ausfallen, so müssen die Schüler an den jeweiligen Testorten abgeholt werden und sich unverzüglich in Quarantäne begeben. Das Gesundheitsamt wird dann über das Ergebnis informiert. Das weitere Vorgehen werde nach Angaben des Kultusministeriums mit dem Hausarzt oder Gesundheitsamt abgesprochen.

Laut dem Kultus soll die Testaktion einmalig sein. „Eine Wiederholung ist angesichts des operativen Aufwands nicht darstellbar“, begründete Dirk Reelfs, Sprecher des Sächsischen Kultusministeriums. Vonseiten des DRK-Kreisverbandes sind 18 haupt- und ehrenamtliche Kräfte in die Aktion eingebunden, sagte René Illig, zuständig für den Bereich Soziale Dienste beim DRK-Kreisverband. Er steckte am Mittwoch noch mitten in den Planungen dafür.

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Viel hänge auch davon ab, wie viele sich wirklich testen lassen wollen, meinte Illig. Die Testaktion sei zunächst für zwei Tage angesetzt worden. Doch es habe sich schon einiges geändert. So seien zum Beispiel bereits Schulen, die ursprünglich für Dienstag vorgesehen waren, inzwischen schon wieder am Montag mit eingeplant worden.

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