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Schüler auf mehr Busse verteilen

Angesichts der Pandemie könnten sich Schulbusse zu Corona-Hotspots entwickeln. Unterschiedliche Schulanfangszeiten würden helfen.

© Karl-Ludwig Oberthuer

Dicht an dicht sitzen und stehen die Kinder und Jugendlichen im Schulbus. Was anhand der Buslinie 348 von Freital nach Dippoldiswalde thematisiert wird, ist kein Einzelfall. Auch die Linie A durch Freital bringt Schüler zusammen, die sonst strikt getrennt werden. Ob in Freital, Pirna oder Altenberg - es ist ein Problem, das schon seit Jahren bekannt, aber nun akut wird. In vielen Schulbussen drängt es sich - die Gefahr zum Corona-Hotspot zu werden, steigt.

Während andere Bundesländer wie Niedersachsen oder Baden-Württemberg den öffentlichen Schülerverkehr mit Geldern unterstützen, diskutiert Sachsen seit Jahren über ein Schülerticket - ohne Erfolg.

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Die FDP Mittelsachsen schlug im Oktober vor, Reisebusse einzusetzen. Diese seien derzeit eh nicht im Einsatz. Die behördlichen Hürden dafür sind aber hoch. Und auch bleibt die Frage: wer bezahlt's?

Eine kostengünstigere Variante dagegen wäre es, die Schulen zu unterschiedlichen Zeiten beginnen zu lassen - auch nach der Pandemie. Das würde die Schülerströme am Morgen auf Busse zu unterschiedlichen Zeiten entzerren.

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Doch das wollen viele Eltern und auch Lehrer nicht. Der Unterrichtsbeginn sei schon immer um diese Zeit gewesen, argumentiert eine Schulleiterin. Es hänge zudem mehr daran, als der Schulbus. Essenslieferanten müssten später bestellt, der Frühhort neu organisiert werden.

Uwe Thiele vom RVSOE fasst es gut zusammen: Keiner rücke von seinem Standpunkt ab. Und wer leidet darunter? die Kinder und die Umwelt. Denn je akuter das Problem im Bus, desto mehr Elterntaxis vor der Schule.

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