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Trotz Corona: Anwandern am Forststeig

Am 27. März startet die Saison auf der Trekkingroute in der Sächsischen Schweiz. Wegen Corona gelten strenge Regeln, die auch das Übernachten betreffen.

Es kann bald losgehen: Noch vor Ostern beginnt die Saison am Forststeig Elbsandstein. Vorerst sind jedoch nur Tagestouren erlaubt.
Es kann bald losgehen: Noch vor Ostern beginnt die Saison am Forststeig Elbsandstein. Vorerst sind jedoch nur Tagestouren erlaubt. © Marko Förster

Wandern, aber auf Abstand: Pünktlich zum Start der verlängerten Osterferien in Sachsen wird der Forststeig Elbsandstein für die neue Saison geöffnet. Am 27. März wird die rund 110 Kilometer lange Trekkingroute wieder für Wanderer frei gegeben und begehbar sein, teilt der Sachsenforst mit, der den Forststeig betreut.

Hütten und Biwaks am Forststeig bleiben dicht

Wegen der Corona-Situation müssen sich Ausflügler zum Auftakt jedoch an strengere Regeln halten. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, bleiben beispielsweise die Waldübernachtungsstellen noch zu. Insgesamt fünf Trekkinghütten und sechs Biwakplätze gibt es entlang der Strecke. Diese dürfen allerdings nicht genutzt werden. Zu groß wäre die Gefahr, sich gegenseitig anzustecken. Auf dem Forststeig sind damit nur Tagestouren möglich.

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Weitere Einschränkungen betreffen den Abschnitt nahe Rosenthal. Hier wechselt der Forststeig für ein paar Kilometer auf die tschechische Seite - in die Böhmische Schweiz. Normalerweise. Da die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien dicht ist, wird die Strecke an dieser Stelle abgekürzt.

Umleitung entlang der tschechischen Grenze

Es gibt eine Umleitung, die ausschließlich auf deutscher Seite verläuft. Diese führt nach dem Taubenteich entlang des alten Grenzpfades zum Fuchsteich, dort ein kleines Stück weg von der Grenze und dann weiter an dieser entlang, bis die normale Forststeigroute von Tisa kommend auf die deutsch-tschechische Grenze trifft.

Absagen musste der Sachsenforst zudem den Aktionstag am Forststeig, der am 13. März hätte stattfinden sollen. Freiwillige hätten an dem Tag traditionell Pfade freischneiden und die Waldübernachtungsstellen für die ersten Gäste flott machen sollen. Auch die Route sollte neu markiert werden. Nicht stattfinden können auch die für den 27. März geplanten Försterwanderungen. Zum Saisonstart sollten erneut geführte Touren mit den zuständigen Revierförstern organisiert werden.

Etwa 110 Kilometer lang ist der Forststeig Elbsandstein.
Etwa 110 Kilometer lang ist der Forststeig Elbsandstein. © Sachsenforst

Der Sachsenforst will beide Programmpunkte jedoch nicht komplett ausfallen lassen, sondern nur verschieben. Der Aktionstag ist nun für den 24. April geplant, die Wanderungen sollen am 8. Mai nachgeholt werden. Ob es dabei bleibt, kann derzeit jedoch noch nicht gesagt werden, teilt der Sachsenforst mit. Zu dynamisch sei die Corona-Lage. Man müsse kurzfristig darauf reagieren.

Doppelter Preis fürs Übernachten im Zelt

Sollten Wanderer am Forststeig in diesem Sommer doch übernachten dürfen, dann müssen sie teilweise deutlich mehr dafür zahlen. Eine Übernachtung in den Trekkinghütten kostet für Erwachsene zehn Euro. Auf den Biwakplätzen, an denen selbst gezeltet werden darf, mussten für eine Übernachtung bislang fünf Euro pro Person gezahlt werden. Ab der neuen Saison sollen die Preise laut Sachsenforst vereinheitlicht werden. Dann müssen Erwachsene generell zehn Euro zahlen - egal ob für Biwak oder Trekkinghütte.

Die Preisangleichung sei nötig, da der Betreuungsaufwand bei Biwakplatz und Trekkinghütte gleich hoch sei, erklärt Kerstin Rödiger vom Forstbezirk Neustadt. Durch einheitliche Preise will man zudem eine bessere Verteilung der Waldübernachtungen erzielen. Im vergangenen Jahr waren die Biwakplätze teilweise überbelegt, während die Trekkinghütten oder Partnerunterkünfte weniger genutzt wurden.

Gleich bleiben dagegen die Preise für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren. Sie zahlen weiterhin nur einen Euro pro Nacht. Die Trekkingtickets müssen vor der Wanderung gekauft werden. Sie werden dann am Biwak oder der Hütte in eine "Zahlbox des Vertrauens" geworfen.

"Wer noch Tickets mit der Gültigkeit 2020/21 hat, kann diese entsprechend den aufgedruckten Konditionen verwenden", sagt Kerstin Rödiger. Die Trekkingtickets gelten jeweils für die aktuelle und die folgende Saison.

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