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Silvester - was ist erlaubt, was nicht?

Corona nimmt auch Einfluss auf die Feiern zum neuen Jahr. Zum Feuerwerk gibt's unterschiedliche Regelungen. Löbau greift besonders rigoros durch.

Feurige Neujahrsgrüße - wie hier auf einem Archivbild aus Dresden - werden voraussichtlich bescheidener ausfallen.
Feurige Neujahrsgrüße - wie hier auf einem Archivbild aus Dresden - werden voraussichtlich bescheidener ausfallen. © dpa-Zentralbild

Stille Nacht ist zu Silvester zwar nicht zu erwarten - doch dürfte das funkensprühende Spektakel auch am Himmel des Südkreises zum bevorstehenden Jahreswechsel erheblich bescheidener ausfallen. Wegen des bundesweiten Verkaufsverbots von Feuerwerk fehlt den allermeisten Menschen schlicht die Munition fürs Böllern. Aber was ist überhaupt erlaubt, um das neue Jahr zu begrüßen? SZ klärt auf.

Darf man auf der Straße feiern?

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Die nach der Corona-Schutzverordnung erlassene nächtliche Ausgangssperre ist in der Silvesternacht aufgehoben, teilt das Landratsamt Görlitz auf SZ-Anfrage mit. Dabei seien jedoch weiter die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen zu beachten. Ebenso gilt ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung. Champagner auf der Straße und Neujahrs-Umarmungen sind damit tabu.

Mit wie vielen Personen darf ich Silvester feiern?

Für Silvester gelten die üblichen Kontaktbeschränkungen, informiert das Landratsamt. Also Treffen und Feiern in der eigenen Häuslichkeit sind mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes, dem Partner, der Partnerin oder Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, bis insgesamt maximal fünf Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahre zählen nicht mit.

Das gilt für Feuerwerk

Unterschiedliche Bestimmungen gelten in diesem Jahr für das Abbrennen von Feuerwerk. Der Landkreis rät zwar "dringend vom Abbrennen von Feuerwerk ab", aber: "Der Landkreis Görlitz selbst hat keine Allgemeinverfügung zur Untersagung von Feuerwerken erlassen", teilt die Behörde mit. Jedoch könnten die Kommunen besondere Verordnungen dazu erlassen.

Am strengsten handhabt das in diesem Jahr die Stadt Löbau. Die hat das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im gesamten öffentlichen Raum verboten - erlaubt bleiben Böller und Raketen allein auf Privatgrund. "Ein Verbot zum Abbrennen und Abschießen pyrotechnischer Gegenstände soll die Gefahr von Bränden verringern sowie Rettungskräfte entlasten und die Kapazitäten in Krankenhäusern für COVID-19-Patienten freihalten", begründet die Stadtverwaltung die Maßnahme. Durch Feuerwerkskörper käme es nämlich jedes Jahr zu erheblichen Verletzungen, die in Krankenhäusern behandelt werden müssten.

Darüber hinaus seien mittlerweile auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr an COVID-19 erkrankt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Einsatzkräfte erkranken und dadurch die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr nicht mehr gegeben ist. "Die Allgemeinverfügung soll die Ressourcen der Freiwilligen Feuerwehr schonen und dadurch die öffentliche Sicherheit und Ordnung schützen", heißt es dazu weiter in der städtischen Verfügung. Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf belässt es bei einem Appell an die Einwohner, auf Feuerwerk zu verzichten. Die Stadt Zittau hat zu dem Thema nichts weiter erklärt.

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