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So wird’s was mit den Weihnachtsmärkten

Im Landkreis Meißen wird trotz Corona an Konzepten für die Märkte gebastelt - mit unterschiedlichen Planungen.

Lichterglanz und Budenzauber im vorigen Advent in Radebeul. So dicht soll es in diesem Jahr nicht zugehen. Die Organisatoren wollen den Weihnachtsmarkt an den ersten drei Adventswochenenden über die Stadt verteilen.
Lichterglanz und Budenzauber im vorigen Advent in Radebeul. So dicht soll es in diesem Jahr nicht zugehen. Die Organisatoren wollen den Weihnachtsmarkt an den ersten drei Adventswochenenden über die Stadt verteilen. © Norbert Millauer (Archiv)

Von Beate Erler

Landkreis. Weihnachten ohne die stimmungsvollen Märkte, auf denen man schlendern, gebrannte Mandeln essen und Glühwein schlürfen kann? Das kann sich niemand so richtig vorstellen: egal ob Stadtverwaltung, Händler oder Bürger. Die Mehrzahl wünscht sich auch in diesem, für Veranstaltungen schwierigen, Jahr den alljährlichen Weihnachtsmarkttrubel. Eine große Herausforderung für die Städte und alle an der Planung Beteiligten, die schon jetzt erste Konzepte vorstellen.

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Meißen: Meißner Weihnacht im neuen Gewand, keine große Bühne

Aufgrund der zahlreichen Zugänge zur Meißner Altstadt, ist eine Einlassbeschränkung nur schwer möglich. Deshalb haben sich Stadtverwaltung und Gewerbeverein Meißen e. V. auf eine Verteilung des Marktes über die ganze Altstadt entschieden. Vorweihnachtliche Stimmung finden die Besucher in diesem Jahr auch im Hof der Roten Schule, am Theaterplatz, am Rossmarkt, vor dem Café Zieger, am Domplatz und im Bereich um das Tuchmachertor.

Die Meißner Weihnacht soll sich über die ganze Altstadt erstrecken.
Die Meißner Weihnacht soll sich über die ganze Altstadt erstrecken. © Claudia Hübschmann (Archiv)

Auch das Kulturprogramm wird an anderer Stelle stattfinden: Die große Bühne auf dem Markt wird von mehreren kleineren Schauplätzen mit weihnachtlichem Programm ersetzt, um große Menschenansammlungen zu vermeiden. Etwas bleibt aber doch gleich: „Die tägliche Fensteröffnung am Rathaus, eine liebgewonnene Tradition, wird auch in diesem Jahr Kinderaugen zum Strahlen bringen“, sagt Gerda Kegler, Presseverantwortliche der Stadt Meißen.

Riesa: Bewährt im Klosterkomplex mit einer Erweiterung, ohne Zaun

Die Riesaer Bürger wünschten sich, dass der Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr innerhalb des Klosterkomplexes stehen kann: „Unser Anspruch ist es, auch im aktuellen Krisenjahr einen tollen Weihnachtsmarkt zu ermöglichen“, sagt Riesas Oberbürgermeister Marco Müller. Nachdem es erst Diskussionen über einen Umzug des Marktes gegeben habe, kann er nun doch an bewährter Stelle rund um Rathaus und Kloster stattfinden.

Es ist der Wunsch der Riesaer, das der Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr stattfinden kann.
Es ist der Wunsch der Riesaer, das der Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr stattfinden kann. © Sebastian Schultz (Archiv)

Außerdem wird der neue Rathausplatz mit eingebunden, um so die für die Händler wichtige Hauptstraße als Zugang für die Besucher mit einzubeziehen. Mit dem Erscheinen der neuesten Verordnung konnte es einige Lockerungen geben: „Eine der entscheidendsten Abänderungen ist die Auflösung der Begrenzung des Festgebietes durch eine Umzäunung“, sagt FVG-Geschäftsführer, John Jaeschke. Auch die Kontaktnachverfolgung ist aktuell eine Empfehlung, aber keine Pflicht mehr.

Lommatzsch: Standort steht noch nicht endgültig fest

Erstmals nach vielen Jahren, will die Stadt wieder selbst einen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen. Nachdem sich einst der Handels- und Gewerbeverein zurückgezogen hatte, gab es in Lommatzsch eine privat organisierte Hofweihnacht. In diesem Jahr soll der Weihnachtsmarkt auf dem neu gestalteten Marktplatz stattfinden. Ob das klappt, ist aber noch unklar.

In diesem Jahr soll der Weihnachtsmarkt auf dem neu gestalteten Marktplatz stattfinden. Es ist abe derzeit noch unklar. Auf jeden Fall soll es wieder einen Adventskranz geben.
In diesem Jahr soll der Weihnachtsmarkt auf dem neu gestalteten Marktplatz stattfinden. Es ist abe derzeit noch unklar. Auf jeden Fall soll es wieder einen Adventskranz geben. © Gerhard Schlechte (Archiv)

„Es hängt von der weiteren Entwicklung der Infiziertenzahlen und davon ab, ob auf dem Markt das Hygienekonzept umgesetzt werden kann“, sagt Ilka Heimann von der Stadtverwaltung. So müsse es beispielsweise getrennte Ein- und Ausgänge geben. Vorsichtshalber sehe man sich auch nach anderen Standorten um. Zum jetzigen Zeitpunkt halte man aber am Weihnachtsmarkt fest. Statt eines Weihnachtsbaumes solle es, wie schon im vergangenen Jahr, einen großen Adventskranz auf dem Markt geben.

Großenhain: Wahrscheinlich den Frauenmarkt mit einbeziehen

Auch in diesem Jahr wird der Großenhainer Weihnachtsmarkt zentral in der Innenstadt stehen: Auf und um den Hauptmarkt herum werden die Büdchen aufgebaut. Zurzeit wird darüber nachgedacht, eventuell auch den Oberen Frauenmarkt als Veranstaltungsfläche einzubeziehen, um die Abstände zwischen den einzelnen Ständen zu vergrößern, sagt Rita Sturm aus der Stadtverwaltung.

Auf und um den Großenhainer Hauptmarkt herum sollen die Büdchen für den Weihnachtsmarkt aufgebaut werden.
Auf und um den Großenhainer Hauptmarkt herum sollen die Büdchen für den Weihnachtsmarkt aufgebaut werden. © Klaus-Dieter Brühl (Archiv)

Einige beliebte Attraktionen müssen in diesem Jahr leider ausfallen: so zum Beispiel die Rodelbahn, die Backstube für Kinder und der Pavillon unter dem Mittelbaum, der ein beliebter Treffpunkt war. Über die genaue Besucheranzahl muss das Gesundheitsamt noch entscheiden: „Unsere Planungen würden eine Gleichzeitigkeit von 900 Besuchern erlauben“, so Rita Sturm. Als Sicherheitsvorkehrungen werden die Verkaufsstände mit Plexiglasabtrennungen versehen, in den Bereichen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, sollen Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen und es dürfen sich maximal vier Personen an zwei Stehtischen aufhalten.

Radebeul: Mit Besucherzählung und über die gesamte Stadt

Ähnlich wie der Dresdner Striezelmarkt will Radebeul die Besucherströme regeln: „Je nach Zahl der Neuinfektionen soll es verschiedene Stufen geben, von keiner Zählung, über Besucherzahlbegrenzung bis hin zu weiteren Maßnahmen“, sagt Radebeuls Pressesprecherin Ute Leder. Außerdem soll sich der Budenzauber über das gesamte Stadtgebiet erstrecken: in Altkötzschenbroda vom Kirchplatz bis zum Kuffenhausplatz, in Radebeul Ost vor dem Kulturbahnhof und auf die Weingüter Schloss Wackerbarth, Hoflößnitz, Aust und Haus Steinbach.

Der Budenzauber soll sich über das gesamte Stadtgebiet erstrecken. Allerdings sollen die Besucherströme geregelt werden.
Der Budenzauber soll sich über das gesamte Stadtgebiet erstrecken. Allerdings sollen die Besucherströme geregelt werden. © Norbert Millauer (Archiv)

Die Stände werden, ähnlich wie beim Weinherbst, stark reduziert. „Am Bahnhofsvorplatz sind cirka elf Stände angedacht und in Altkötzschenbroda einreihig etwa 60 Stände“, sagt Ute Leder. Auch das Kulturprogramm wird weniger umfangreich ausfallen, da alle Veranstaltungen im Inneren nicht stattfinden dürfen. Davon betroffen sind das Zelttheater, die Bastel- und Backstube und der Märchenkeller. Die Puppenschaubude und den beliebten Lichterpfad wird es aber geben.

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