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SOE: Geschäfte sollen offen bleiben

Trotz hoher Inzidenzen macht der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge keinen Rückzieher. Allerdings gibt es eine Bedingung.

Der Pirnaer Landrat Michael Geisler (CDU). "Dieses Modell gibt uns die Möglichkeit, von dem Mantra der Inzidenzwerte loszukommen."
Der Pirnaer Landrat Michael Geisler (CDU). "Dieses Modell gibt uns die Möglichkeit, von dem Mantra der Inzidenzwerte loszukommen." © Daniel Förster

Einkaufen mit Terminbuchung, Ausflüge in Museen und Tierparks und der Besuch von Kosmetiksalons bleiben im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge trotz erhöhter Corona-Inzidenz weiter möglich. Das sagte der Pirnaer Landrat Michael Geisler (CDU) am Dienstag gegenüber Sächsische.de.

Weil die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten drei Tagen über 100 lag, müssten nach den bisher geltenden Regeln ab Mittwoch Lockerungen rückgängig gemacht werden. Das soll aber nicht passieren. Allerdings gibt es dabei eine Einschränkung. Zu all den Möglichkeiten soll nur Zutritt bekommen, wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann. "Dieses Modell gibt uns die Möglichkeit, von dem Mantra der Inzidenzwerte loszukommen", sagte der Landrat. Nachfolgend soll mit negativen Tests mehr und mehr möglich sein. Geisler nennt diese Lösung "angemessen und zumutbar".

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Bei dem Modell handelt es sich um einen unter Sachsens Landräten abgestimmten Kurs, den sie am Mittwoch bei einer Videokonferenz Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) vorstellen. Sollte er davon nicht überzeugt sein, kann der Freistaat den Vorschlag der Landkreise kassieren.

Kontaktbeschränkungen kommen wieder

Unabhängig davon treten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bald Einschränkungen in Kraft. So soll der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen wieder verboten werden. Auch werden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Zu Hause darf man dann nur noch eine Person aus einem anderen Haushalt empfangen.

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