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SOE: Hier gibt es wieder Kultur und Freizeitspaß

Dank sinkender Inzidenzen ist die Corona-Zwangspause für viele Einrichtungen in der Sächsischen Schweiz vorbei. Nicht nur für die Eisenbahnwelten in Kurort Rathen.

Die Eisenbahnwelten in Rathen haben den Lockdown genutzt, um neue Attraktionen zu schaffen. Im Amerika-Bereich rollt nun eine US-Dampflokomotive, die 6 B-3-C Colorado & Southern.
Die Eisenbahnwelten in Rathen haben den Lockdown genutzt, um neue Attraktionen zu schaffen. Im Amerika-Bereich rollt nun eine US-Dampflokomotive, die 6 B-3-C Colorado & Southern. © Daniel Förster

Darauf haben die Kultur- und Freizeiteinrichtungen in der Sächsischen Schweiz und dem Osterzgebirge gewartet. Seit dieser Woche Mittwoch ist der monatelange Lockdown für sie beendet. Da die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis stabil unter der kritischen Marke von 100 liegt, dürfen unter anderem Museen und Freizeitparks wieder für Besucher öffnen.

Auch in den Eisenbahnwelten in Kurort Rathen stehen die Signale nun wieder auf grün. An den Wochenenden 5./6. Juni sowie am 12. und 13. Juni rollen die Miniaturbahnen wieder von 11 bis 17 Uhr durch den mehr als 7.200 Quadratmeter großen Park in Oberrathen. Ab dem 19. Juni soll von Dienstag bis Sonntag geöffnet sein, kündigt Inhaber Lothar Hanisch an.

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Mehr als 40 Züge – alle im Maßstab 1:25 – sind auf rund 4.750 Metern Schienenstrang unterwegs. Die Mitarbeiter haben die Schließzeit und den Winter genutzt, um neue Attraktionen zu schaffen. Restauriert wurden zum Beispiel Schloss Weesenstein, das Ensemble vom Stolpener Marktplatz und das Geibeltbad in Pirna. Auf dem tschechischen Teil steht nun neben dem Schloss Děčín das neu gestaltete Prebischtor, die größte natürliche Sandstein-Felsbrücke Europas.

Burg Altrathen im Original und als Modell

Im Bereich um den Kurort Altenberg ist ein neues Schaubergwerk entstanden, das dem in Zinnwald nachempfunden ist. Dort haben allerdings die Sieben Zwerge das Kommando. Denn per Knopfdruck fahren die Wichtel mit einer Feldbahn in den Stollen ein. Neu ist auch das Modell der Burg Altrathen. „Das bisherige war in die Jahre gekommen“, sagt Lothar Hanisch. Das Original finden Gäste auf der anderen Elbseite.

Die Miniatur hat Wilfried Frenzel gebaut. Der 66-Jährige, der demnächst aus Niedersachsen nach Pirna umzieht, besucht mit seiner Frau Roswitha (64) seit 2009 regelmäßig den Kurort Rathen und auch die Eisenbahnwelten. „Die Burg hat mir so gefallen, dass ich sie nachbauen musste“, erklärt der gelernte Werkzeugmacher. Mehr als zwei Jahre dauerte es, bis er das mittelalterliche Anwesen im Maßstab 1:35 nachgebildet hatte. In einem Bleiglasfenster ist sogar das Wappen der Burg zu erkennen.

Zu Hause in Niedersachsen hatte Wilfried Frenzel jahrelang eine Gartenbahn mit Häusern und Figuren - etwa 160 Quadratmeter groß und mit etwa 160 Metern Schienenlänge. Durch seinen Umzug nach Pirna gibt er einiges weg, manche Teile überlässt er den Eisenbahnwelten.

Für Besucher gelten strenge Hygieneregeln. Sie müssen einen tagesaktuellen Corona-Negativ-Test, Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen. Vor Ort gibt es ein Testzentrum, das Freitag, Sonnabend und Sonntag von 15.30 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Diese Freizeiteinrichtungen haben geöffnet

Als einer der ersten Freizeitparks in Sachsen hat das Elbefreizeitland in Königstein seit Ende Mai wieder geöffnet: Jeweils sonnabends und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person (ab vier Jahre). Vor Ort gibt es ein Corona-Testzentrum, das am Wochenende je von 9 bis 11 Uhr in Betrieb ist.

Der Kletterwald in Königstein am Fuße der Festung wird seine Tore am 4. Juni öffnen. Denn auf Außensportanlagen ist Individualsport nun erlaubt. Am Freitag können sich Besucher von 11 bis 17 Uhr an den acht unterschiedlichen Parcours ausprobieren, am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr (witterungsabhängig). Im Kassenbereich, bei der Einweisung und dort, wo der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann, besteht Maskenpflicht. Beim Klettern selbst ist dies nicht notwendig. Pflicht sind zudem Handschuhe, die an den Fingern geschlossen sind. Diese können selbst mitgebracht oder vor Ort gekauft werden.

Der Pirnaer Skulpturensommer hat ab dem 2. Juni jeweils Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. In der Freiluftausstellung auf dem Sonnenstein sind Skulpturen der "Dresdner Bildhauerschule - von Ernst Rietschel bis heute" zu sehen. Die in diesem Jahr neu arrangierte Zusammenstellung der Werke verschiedener Lehrkräfte der Dresdner Kunsthochschule lädt ein, neue künstlerische Blickwinkel und inhaltliche Aspekte zu entdecken. Der Besuch ist nach Voranmeldung unter 0152 518 563 83 für vollständig Geimpfte, Genesene oder Besucher mit einem tagesaktuellen Negativtest möglich.

Nach langer Zwangspause dürfen die Richard-Wagner-Stätten in Graupa ab dem 3. Juni wieder Besucher empfangen. Geöffnet ist das Musikermuseum Donnerstag bis Montag von 11 bis 17 Uhr. Interessierte können neben der Wohnstätte Richard Wagners, dem Lohengrinhaus, auch die interaktive Dauerausstellung im Jagdschloss besuchen. Highlight ist dort die neue Sonderausstellung "Mythos Schwan". Der Besuch ist nach Voranmeldung unter [email protected] oder 03501 461 9650 für vollständig Geimpfte, Genesene oder mit einem tagesaktuellem Negativtest möglich.

Am 5. Juni fällt der Startschuss für das Stadtmuseum in Pirna, das künftig Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet hat. Zu sehen sind unter anderem die Teddyausstellung "Teddy möchte reisen" und die Schau "Kriegskinder - Dialog der Generationen". Ab dem 12. Juni wird eine Kabinettsausstellung Werke von Peter Dittrich zeigen, dem Karikaturisten, der unter anderem für die satirische Zeitschrift "Eulenspiegel" tätig war. Der Besuch ist nach Voranmeldung unter [email protected] oder 03501 556 461 für vollständig Geimpfte, Genesene oder mit einem tagesaktuellem Negativtest möglich.

Die Festung Königstein darf nach fast siebenmonatigem Lockdown seit 2. Juni wieder erobert werden. Geöffnet ist das Bergplateau täglich von 9 bis 18 Uhr. Besucher müssen vorab ein Online-Ticket kaufen. Gewählt werden kann zwischen zwei Zeitfenstern: von 9 bis 13 Uhr oder von 13 bis 17 Uhr. Es gilt der reguläre Festungseintritt. Gäste müssen zudem einen tagesaktuellen, amtlichen Corona-Negativtest vorlegen.

Willkommen zurück heißt es auch auf der Burg Stolpen. Die Burganlage ist ab sofort von Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Voraussetzung für den Besuch ist ein online gebuchtes Zeitfensterticket. Dieses kann ab 10 Uhr im 15-Minuten-Takt gebucht werden. Gäste dürfen damit bis maximal 18 Uhr im Museum bleiben. In den Burgräumen besteht Maskenpflicht. Die Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Corona-Tests aus einem offiziellen Testzentrum ist erforderlich. Die Testpflicht entfällt für vollständig Geimpfte oder Genesene.

Die Heidenauer Yoyo-Kletterhalle startet am Freitag, dem 4. Juni, wieder. Der Besuch ist mit Impf- oder Genesungsnachweis oder einem tagesaktuellen Test oder einem Selbsttest vor Ort unter Aufsicht möglich. Die Besucher können die Selbsttests in der Halle zum Einkaufspreis kaufen. Maskenpflicht gilt im Eingangsbereich und auf den Laufwegen. Beim Klettern, Bouldern, Sichern oder Aufwärmen muss keine Maske getragen werden.

Das Besucherbergwerk in Bad Gottleuba-Berggießhübel öffnet seine Türen am 4. Juni. Der Marie-Louise-Stolln kann im Juni von Donnerstag bis Sonnabend besichtigt werden, ab Juli täglich. Eine Kinderführung ist am 12. Juni, 10 Uhr, geplant. Für den Besuch gelten die üblichen Bedingungen: Der Nachweis einer Impfung oder Genesung oder ein tagesaktueller Test.

Noch nicht geöffnet hat der Miniaturpark "Kleine Sächsische Schweiz" in Dorf Wehlen. Die Anlage will ab dem 12.Juni die ersten Besucher begrüßen.

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