merken
PLUS Pirna

SOE: Maskenpflicht in der Fußgängerzone entfällt

Masken müssen draußen nur noch getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Die umstrittene Regelung ist damit passé.

Besprühtes Maskenpflicht-Schild in der Pirnaer Fußgängerzone: Die Regelung war von Anfang an umstritten, nun gilt sie nicht mehr.
Besprühtes Maskenpflicht-Schild in der Pirnaer Fußgängerzone: Die Regelung war von Anfang an umstritten, nun gilt sie nicht mehr. © Daniel Förster

Erleichterung für Passanten: Wegen sinkender Inzidenzwerte ist inzwischen die Pflicht entfallen, in den Fußgängerzonen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Explizit aufgehoben wurde sie nicht, allerdings ist diese vormals geltende Pflicht in der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung nicht mehr enthalten.

Anzeige
DVB bestellen 74 neue Busse
DVB bestellen 74 neue Busse

Das sächsisches Verkehrsministerium gibt 8,7 Millionen Euro europäische Fördermittel dazu.

Darin ist jetzt lediglich geregelt, dass draußen Masken nur noch dann zu tragen sind, wenn die Menschen den Mindestabstand von 1,50 Meter zueinander unterschreiten.

Nach Auskunft des Pirnaer Rathauses enthalte die Coronaschutzverordnung zwar noch den Passus, dass Kinder bis zehn Jahre von der Maskenpflicht in Fußgängerzonen befreit sind.

Aber offenkundig wurde nur vergessen, diese Passage aus dem Regelwerk zu entfernen, denn darüber hinaus ist nichts mehr hinsichtlich einer Maskenpflicht in Fußgängerzonen erwähnt.

Viele hielten die Pflicht für unsinnig

Auch in der kommenden Coronaschutzverordnung, die den Kommunen bereits im Entwurf vorliegt, findet sich dazu nichts.

Laut der Stadt Pirna sei darin lediglich geregelt, dass die Landkreise nach Ermessen Flächen definieren können, wo eine Maskenpflicht gelten soll. Fußgängerzonen werden dabei aber nicht explizit erwähnt.

Die vormals seit November 2020 geltende Maskenpflicht in Fußgängerzonen war ohnehin sehr umstritten. Viele hielten sie für unsinnig, weil das Corona-Infektionsrisiko an der frischen Luft gegen null tendiert - was auch Wissenschaftler bestätigen.

Auch die Gefahr großer Menschenansammlungen bestand kaum. Die meisten Innenstädte im Landkreis mit Fußgängerzonen lagen während des zweiten Lockdowns überwiegend da wie ausgestorben. Weil die Geschäfte dicht waren, ging kaum jemand dorthin einkaufen.

In Pirna beispielsweise stehen schon lange keine Schilder mehr, die auf die frühere Maskenpflicht in Fußgängerzonen hinweisen - vor allem deshalb, weil ein Großteil von ihnen gestohlen oder anderweitig abhandenkam.

Mehr zum Thema Pirna