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Soldaten treten in Freital Zivildienst an

Im Pflegeheim in Wurgwitz sind mindestens acht Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Um arbeitsfähig zu bleiben, schickte die Bundeswehr Helfer.

Einweisung der neuen „Kollegen“: Bundeswehrsoldaten helfen im Senioren- und Pflegeheim Haus „Sonnengarten“ in Freital aus.
Einweisung der neuen „Kollegen“: Bundeswehrsoldaten helfen im Senioren- und Pflegeheim Haus „Sonnengarten“ in Freital aus. © ronaldbonss.com

Es ist noch dunkel am Dienstagmorgen, als die Bundeswehrsoldaten in ihren silbernen Mercedesbussen vorfahren. Kurz nach sechs Uhr treffen sie am Haus „Sonnengarten“ in Freital-Wurgwitz ein. Anders als erwartet kommen sie in Uniform und nicht in zivil. Drinnen gibt es als Erstes eine kleine Einweisung. Lagebesprechung sagen Soldaten dazu. Doch hier sind sie eher im Einsatz als Zivildienstleistende.

„Die Männer können uns in allen Bereichen helfen, die nicht direkt zur Pflege gehören“, sagt die Chefin des Hauses Ina Feist. Sie sei sehr dankbar, dass die Helfer nun da sind. Hilfestellungen beim Essen ausfahren, Betten beziehen und Desinfizieren sind Arbeiten, die den Soldaten übertragen werden. Momentan sind sechs in der Frühschicht und sechs im Spätdienst eingeteilt. Stationiert sind sie normalerweise in Frankenberg.

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Kita "Sonnenkäfer" ist jetzt auch geschlossen

Die Hilfe im Heim ist notwendig geworden, da am Wochenende mehrere Infektionen im Haus mit dem Coronavirus bestätigt worden sind. Acht Mitarbeiter und neun Bewohner sind es derzeit. Am Montag sind dann alle Kollegen und Bewohner in der Einrichtung getestet worden. „Die Ergebnisse stehen leider noch aus“, sagt Ina Feist.

Zudem seien nun auch noch die Mitarbeiterinnen und Kinder der Kita „Sonnenkäfer“ nach einem positiven Befund in Quarantäne geschickt worden. Die Kita befindet sich auf demselben Areal wie das Pflegeheim. Dort werden auch Kinder von Mitarbeiterinnen aus dem Heim betreut. Für Ina Feist heißt das, dass nun weitere Kolleginnen ausfallen, weil sie ihre Kinder zu Hause haben.

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Die Soldaten sollen nun helfen, die Lücke wenigstens ein bisschen zu schließen. „Nach momentanem Stand bleibt uns die Hilfe bis zum Ende des Monates erhalten“ sagt Ina Feist. „Und dann hoffen wir natürlich, dass Mitarbeiter aus der Quarantäne entlassen sind und uns wieder unterstützen können.“

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