merken
PLUS Dippoldiswalde

Corona: Wie das Uhrenmuseum tickt

Im vergangenen Jahr musste das Glashütter Museum pandemiebedingt zweimal schließen. Obwohl es noch zu ist, gibt es Pläne und Optimismus.

Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte hegt trotz coronabedingt geringer Besucherzahlen schon neue Pläne.
Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte hegt trotz coronabedingt geringer Besucherzahlen schon neue Pläne. © Archiv: Frank Baldauf

Ins Deutsche Uhrenmuseum in Glashütte kamen 2020 rund 19.000 Besucher zu den Dauer- und Sonderausstellungen. Das sind deutlich weniger als in den Vorjahren. Dort zählte die Einrichtung jährlich mehr als 30.000 Besucher. So waren es 2019 rund 34.000, 2018 rund 37.300, 2017 und 2016 jeweils rund 38.000 Besucher. Die Zahlen lassen sich aber nicht ohne Weiteres vergleichen. Denn bis 2018 blieb das Museum jeweils nur eine Woche im Jahr wegen Reinigungsarbeiten zu, 2019 schloss es wegen diverser Arbeiten einen ganzen Monat. Und im vergangenen Jahr konnte das Museum aufgrund der Corona-Bestimmungen vom 16. März bis zum 19. Mai und ab dem 2. November bis zum Jahresende keine Besucher empfangen.

Die Museumsleitung ist mit den Zahlen für 2020 zufrieden. "In Anbetracht aller Umstände und Einschränkungen erhielt das Haus regen Zuspruch und eine große Nachfrage nach unseren Angeboten", erklärt Museumssprecher Michael Hammer.

TOP Immobilien
TOP Immobilien
TOP Immobilien

Finden Sie Ihre neue Traumimmobilie bei unseren TOP Immobilien von Sächsische.de – ganz egal ob Grundstück, Wohnung oder Haus!

Der Großteil der Besucher kam aus dem Inland. Nach Sachsen zählten Brandenburg, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zu den besucherstärksten Quellregionen. Auch viele ausländische Besucher kamen ins Museum. Hier lagen Tschechien, Österreich, die Niederlande, die Schweiz, Polen und Dänemark ganz vorn.

Ingenieurschule für Feinwerktechnik im Fokus

Das Museum hat die Schließzeiten genutzt, um die Sammlungsbestände zu pflegen und zu digitalisieren sowie neue museumspädagogische Angebote zu entwickeln, sagt Hammer. Er und seine Kollegen kümmerten sich auch darum, die bestehenden Kooperationen mit anderen Museen und touristischen Anbietern auszubauen. Außerdem werden Nachfragen zu historischen Glashütter Uhren und Bestellungen im Online-Shop bearbeitet. Dort steige die Nachfrage.

100 Jahre Fliegendes Tourbillon

Weiterführende Artikel

Wie Glashütte zur Uhrenstadt wurde

Wie Glashütte zur Uhrenstadt wurde

Vor 175 Jahren gründete Ferdinand Adolph Lange die erste Manufaktur in der Stadt. Das war der Grundstein für Deutschlands bedeutendste Uhrenstadt.

Wie die Uhr nach Glashütte kam

Wie die Uhr nach Glashütte kam

Das Deutsche Uhrenmuseum plant eine neue Sonderausstellung. Bis dahin gibt es aber auch Interessantes zu erfahren.

Das Museum, dessen Leitung im September von Reinhard Reichel auf Dr. Ulf Molzahn überging, bereitet sich indes auf die nächsten Projekte vor. Auf die am 18. September 2020 eröffnete Sonderausstellung zur Gründung der Glashütter Uhrenindustrie vor 175 Jahren soll eine Sonderausstellung zur früheren Ingenieurschule für Feinwerktechnik in Glashütte folgen. Es werde aber auch an kleineren Ausstellungsformaten gearbeitet, so Hammer. "Aktuell ist das Thema 100 Jahre Fliegendes Tourbillon". Die Manufaktur Glashütte Original habe vor Kurzem ein Sondermodell aus eben diesem Anlass auf den Markt gebracht. Das Unternehmen ist neben der Stadt Glashütte Stifter des Museums.

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde und Glashütte lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dippoldiswalde