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Politik

Spahn verspricht mehr Freiheiten für Geimpfte

Die Zweitimpfung gegen Corona könnte laut Spahn bald einem negativen Corona-Test gleichzusetzen sein.

Gesundheitsminister Spahn denkt über Vorteile für Geimpfte nach.
Gesundheitsminister Spahn denkt über Vorteile für Geimpfte nach. © Klaus-Dieter Brühl (Symbolbild)

Berlin. Geimpfte sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bald Freiheiten zurückbekommen. „Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde“, sagte Spahn der Zeitung Bild am Sonntag. Geimpfte könnten dann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssten vollständig Geimpfte nicht mehr in Quarantäne.

Unterstützung für den Vorstoß kommt unter anderem vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte die Ankündigung Spahns als zu vage.

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Der Gesundheitsminister erklärte, wenn die dritte Welle der Pandemie gebrochen sei und weitere auf Schnelltests beruhende Öffnungsschritte wie beim Einzelhandel umgesetzt würden, komme diese Grundsatzentscheidung zum Tragen. Grundlage dafür ist eine Auswertung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse durch das Robert-Koch-Institut (RKI). In einem RKI-Bericht an das Bundesgesundheitsministerium heißt es: „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.“ Spahn will die Test- und Quarantänebefreiung für Geimpfte zügig in den nächsten Wochen umsetzen, in Abstimmung mit den Bundesländern. (epd)

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