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Streik bei Lausitzer wird ausgesetzt

Weil Corona Aktionen schwierig macht, wird der Arbeitskampf beim Sohlander Früchteverarbeiter unterbrochen. Es gibt aber noch einen Grund.

Mit Gewerkschaftsunterstützung kämpfen Beschäftigte der Lausitzer Früchteverarbeitung Sohland seit etlichen Tagen um mehr Geld. Jetzt wird der Streik ausgesetzt.
Mit Gewerkschaftsunterstützung kämpfen Beschäftigte der Lausitzer Früchteverarbeitung Sohland seit etlichen Tagen um mehr Geld. Jetzt wird der Streik ausgesetzt. © Symbolfoto: SZ/Uwe Soeder

Sohland. Ab Donnerstag, 6 Uhr, wollen die streikenden Beschäftigten der Lausitzer Früchteverarbeitung aus Sohland ihren Arbeitskampf für zunächst unbekannte Zeit aussetzen. Das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Mittwoch mit. Sie vertritt die Beschäftigten in den Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag.

Als Grund für die Aussetzung des Streiks nannte die Gewerkschaft die Bestimmungen der aktuellen Corona-Allgemeinverfügung. "Verschiedene Beeinträchtigungen durch Corona machen gemeinsame Streikaktivitäten schwierig, etwa wenn Einzelne in Quarantäne gehen müssen oder öffentliche Aktionen nicht mehr so einfach möglich sind", teilte Verhandlungsführer Olaf Klenke von der NGG mit.

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Fronten sind verhärtet

Darüber hinaus seien auch die verhärteten Fronten zwischen der Familie Deharde, der die Lausitzer Früchteverarbeitung gehört, und den Streikenden ein Grund für die vorübergehende Aussetzung des Streiks. Eine Einigung sei derzeit nicht in Sicht. Dennoch: "Dieser Konflikt ist noch nicht gelöst. Da es keinen gültigen Tarifvertrag gibt, kann der Arbeitskampf wieder aufgenommen werden, sobald ein günstigerer Zeitpunkt kommt", kündigte die Gewerkschaft weiter an.

Seit dem 16. Oktober kämpft ein Teil der Belegschaft der Lausitzer Früchteverarbeitung bereits um einen neuen Tarifvertrag. Nach Vorstellung der Gewerkschaft soll er eine Lohnerhöhung von einem Euro je Stunde beinhalten. Die Geschäftsführung ist dazu nicht bereit und hatte zuletzt angekündigt, mit den Beschäftigten ohne Einfluss der Gewerkschaft und ohne Tarifvertrag Lohnerhöhungen vereinbaren zu wollen. (SZ/fsp)

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