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Tausende Corona-Impfungen in Dresden nachgemeldet

Es sind Impfungen in das Meldesystem eingepflegt worden, die bis in den Dezember zurückreichen. Außerdem haben die Auffrischungsimpfungen in begonnen.

In Dresden sind mehr Menschen geimpft worden, als bisher bekannt waren.
In Dresden sind mehr Menschen geimpft worden, als bisher bekannt waren. © Sven Ellger (Archiv)

Dresden. Die Zahl der Corona-Impfungen in Dresden ist sprunghaft gestiegen. In der Landeshauptstadt sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) bis einschließlich Freitag 278.225 Menschen vollständig immunisiert worden. Weitere 13.881 haben ihre Erstimpfung erhalten. Ginge man davon aus, dass der Impfstoff nur Dresdnern verabreicht wurde, wären aktuell genau 50 Prozent der Einwohner durchgeimpft. Allerdings sind in der Stadt auch Menschen von außerhalb immunisiert worden, sodass diese Zahl lediglich als Anhaltspunkt dient. Der plötzliche Anstieg geht allerdings nicht nur auf neue Impfungen zurück.

So sind in der vergangenen Woche etwa 7.200 Impfungen für den kompletten Zeitraum der Corona-Impfkampagne nachgemeldet worden, also rückwirkend bis Ende Dezember. Woher diese Zahlen stammen und warum sie bislang nicht in das Meldesystem eingepflegt worden waren, teilte das RKI nicht mit. Allerdings war bereits in den vergangenen Wochen von teils erheblichen Diskrepanzen zwischen gemeldeten Impfzahlen und per Bürgerumfrage ermittelten Impfzahlen festgestellt worden. Darüber hinaus berichtet der Spiegel, dass auch in Sachsen Tausende Impfungen nicht an das RKI weitergegeben worden seien. Ob es sich bei den nun eingepflegten Daten um diese fehlenden Meldungen handelt, ist unklar.

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Erste Auffrischungsimpfungen verabreicht

Nichtsdestotrotz gibt es besonders in einer Altersgruppe derzeit ein deutlich gestiegenes Interesse an einer Schutzimpfung. So hat sich die Zahl der Erstimpfungen bei den 12- bis 17-Jährigen seit Anfang August fast verdoppelt. In Dresden sind bisher 6.779 Teenager und Jugendliche einmal geimpft worden, 4.534 von ihnen haben bereits die zweite Impfung erhalten. Zunächst hatte die Sächsische Impfkommission eine Impfung für Kinder ab zwölf Jahren empfohlen, anschließend auch die Ständige Impfkommission am RKI.

Deutlich nachgelassen hat das Interesse dagegen bei den noch ungeimpften älteren Menschen. Weniger als 3.000 neue Erstimpfungen sind im August registriert worden. Bisher haben sich in Dresden 117.074 Über-60-Jährige vollständig gegen das Coronavirus schützen lassen.

In der Zwischenzeit ist den ersten 17 Rentnern in Dresden eine Auffrischungsimpfung verabreicht worden. Empfohlen wird sie den Über-70-Jährigen, sofern ihre Zweitimpfung bereits ein halbes Jahr oder länger her ist. Auch Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen wird eine Auffrischung empfohlen. Hintergrund sind Studien, wonach das Immunsystem bei Älteren weniger stark auf Schutzimpfungen anspricht.

Impfaktionen im Elbepark und auf dem Schillerplatz

Bei der breiten Masse - den 18- bis 59-Jährigen-, ist derzeit ein moderater Anstieg festzustellen. Rund 16.000 Menschen in dieser Altersgruppe haben zwischen 1. August und 2. September eine Erstimpfung bekommen.

Geimpft wird derzeit bei Haus- und Betriebsärzten, aber auch im Impfzentrum und über mobile Teams vor Einkaufszentren. Das Impfzentrum in der Messe soll jedoch am 24. September das letzte Mal öffnen. Die Stadtverwaltung hofft, dass wenigstens die mobilen Teams erhalten bleiben, damit auch in den Stadtteilen weiter geimpft werden kann. Aktuell sind diese Teams an das Impfzentrum gekoppelt.

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Diese Woche sind mobile Impfungen in Klotzsche (Mittwoch, 10 bis 17 Uhr, Rathaus), im Alten Schlachthof (Mittwoch und Donnerstag, 10 bis 17 Uhr), im Prohliszentrum (Donnerstag, 10 bis 17 Uhr), im Sachsenforum Gorbitz (Freitag, 10 bis 17 Uhr), im Elbepark (Freitag, Samstag und Montag, 10 bis 18 Uhr), sowie beim Blasewitzer Stadtteilfest (Samstag, 14.30 bis 20 Uhr, Schillerplatz) und beim Herbstmarkt (Sonntag, 10 bis 17 Uhr, Altmarkt) geplant. Geimpft werden dort ausschließlich Über-18-Jährige. Mitzubringen sind der Personalausweis, die Krankenkarte und - wenn vorhanden - der Impfausweis.

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