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Hier kann sich fast jeder auf Corona testen lassen

Die Johanniter haben in Heidenau ein Angebot. Wie es läuft, was es kostet und was noch zu beachten ist.

Charlotte Schröder in voller Schutzmontur. Sie leitet die Johanniter Teststation für alle.
Charlotte Schröder in voller Schutzmontur. Sie leitet die Johanniter Teststation für alle. © Daniel Schäfer

So ein negatives Testergebnis wird jetzt immer wieder gebraucht. Pflegeheime fordern es von Besuchern, Chefs wollen kein Risiko eingehen und mancher möchte privat auf Nummer sicher gehen. Die Johanniter bieten in Heidenau in ihrem neuen Zentrum auf der Zschierener Straße einen Antigen-Test für fast Jedermann an. Wie das funktioniert, wie man sich anmeldet und was das kostet, sagen Charlotte Schröder, die Leiterin der Teststation, und Roy-Udo Heim, der Bereichsleiter Bildung.

Was wird bei den Johannitern getestet?

Es handelt sich um den Antigen-Schnelltest. Mit ihm können die Corona-Viren mit 80- bis 98-prozentiger Sicherheit nachgewiesen werden. Ein noch sichereres Ergebnis liefert nur der PCR-Test, der aber aufwendiger ist und länger dauert.

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Wer kann sich in Heidenau testen lassen?

Zunächst war das Testzentrum nur für Johanniter-Mitarbeiter vorgesehen. Aufgrund der wachsenden Nachfrage wurde es vor einigen Tagen für alle geöffnet. Das heißt, wer keine akuten Symptome hat, kann sich testen lassen. Das sind viele Leute, die von ihren Chefs geschickt werden, zunehmend aber auch Private. Insbesondere mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage wird da noch mit einem Anstieg gerechnet. Ein Grund: Wer Angehörige in Pflegeheimen besuchen will, braucht einen tagesaktuellen Test mit negativem Ergebnis. Kinder werden ab einem Alter von zwölf Jahren getestet. Außerdem werden nur Personen aus Sachsen getestet.

Wie lange muss man auf einen Test-Termin warten?

Die Terminvergabe erfolgt vorrangig online, aber auch telefonisch. Derzeit sind Termine von einem Tag auf den anderen machbar. Das Zentrum kann aktuell knapp hundert Personen am Tag testen. Personell und räumlich kann innerhalb kurzer Zeit bis auf das Vierfache erhöht werden. Für den Test mit Vorbereitung und Wartezeit wird eine halbe Stunde gebraucht. Um den Zeitplan nicht durcheinander zu bringen und andere nicht warten zu lassen, sollte man pünktlich sein.

Für Weihnachten werden zusätzliche Zeiten angeboten. Für den 24., 25., 26 und 31. Dezember können Termine zwischen 8 und 11.30 Uhr schon jetzt online gebucht werden. Reichen diese Zeiten nicht, werden die Johanniter mit zusätzlichen reagieren. Am 27. Dezember ist das Zentrum geschlossen. Am 28. Dezember ist 8 bis 17 Uhr sowie am 29. und 30. Dezember von 8 bis 11.30 Uhr geöffnet. Ab Januar bleibt es bei dieser Zeit, montags und donnerstags ist dann von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Die Johanniter halten das Angebot so lange wie erforderlich aufrecht. Tests habe man ausreichend.

Von außen: Die Johanniter haben an ihrem neuen Hilfszentrum auf der Zschierener Straße in Heidenau dieses Zelt aufgebaut, in dem die zu Testenden vor dem Test und danach auf das Ergebnis warten.
Von außen: Die Johanniter haben an ihrem neuen Hilfszentrum auf der Zschierener Straße in Heidenau dieses Zelt aufgebaut, in dem die zu Testenden vor dem Test und danach auf das Ergebnis warten. © Daniel Schäfer

Wer führt die Corona-Tests in Heidenau durch?

Es sind Johanniter-Mitarbeiter, die Krankenschwestern, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter sind oder eine andere Ausbildung in diesem Bereich haben. Für die Schreibarbeiten kommen auch andere Mitarbeiter zum Einsatz. Alle haben eine entsprechende Einweisung erhalten. Außerdem werden alle bei den Tests Eingesetzten noch öfter als alle fünf Tage selbst getestet. Weihnachten arbeiten alle im Testzentrum freiwillig in ihrem Urlaub.

Wie sicher ist der Corona-Antigentest?

Die Genauigkeit ist von der Virenlast abhängig. Das heißt, umso mehr Viren vorhanden sind, also umso weiter die Infektion schon fortgeschritten ist, umso genauer. Der Hersteller der von den Johannitern verwendeten Tests sagt, dass bei niedriger Virenlast ein negatives Ergebnis zu 80 Prozent korrekt ist. Bei einer hohen Virenlast geht er von 98 Prozent aus. Die Virenlast hat nichts mit dem subjektiven Krankheitsempfinden zu tun. Ein falscher positiver Test hingegen ist nicht möglich. Das negative Ergebnis ist eine Momentaufnahme, es kann beim Test am nächsten Tag schon wieder anders ausfallen.

Durch die Tür geht es ins Gebäude, wo der Abstrich für den Test genommen wird.
Durch die Tür geht es ins Gebäude, wo der Abstrich für den Test genommen wird. © Daniel Schäfer

Was passiert bei einem positiven Corona-Test?

Der Betroffene wird von den Johannitern nach Haus geschickt mit der Aufforderung, sich mit dem Hausarzt bzw. dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, um einen PCR-Test zu machen, der Gewissheit bringt. Die Johanniter melden ein positives Ergebnis auch dem Gesundheitsamt, da sie eine entsprechende Meldepflicht haben. Für alle weiteren Schritten haben sie jedoch keine gesetzliche Grundlage. Es wird also auch niemand von den Johannitern in Quarantäne geschickt, wohl aber wird auf die Verantwortung hingewiesen, die jemand mit positivem Testergebnis hat. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist ohnehin vorgeschrieben, dass sich positiv Getestete unverzüglich selbst in Quarantäne versetzen müssen. Von den rund 300 bisher in Heidenau Getesteten gab es maximal 15 Infizierte.

Was kostet der Test?

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45 Euro. Dieser Betrag ist vor Ort bar zu bezahlen. Firmen, die ihre Mitarbeiter schicken und die Kosten übernehmen, erhalten eine Rechnung.

Hier kann man sich einen Termin reservieren:

Internet: www.johanniter.de/coronatest-dresden

Telefonisch: 0351 2091444

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