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Bautzener Theater spielt ohne Publikum

Bereits zum zweiten Mal ist das Deutsch-Sorbische Volkstheater vom Corona-Lockdown betroffen. Intendant Lutz Hillmann sagt, welche Konsequenzen das hat.

Intendant Lutz Hillmann steht mit verbitterter Mine vor dem Bühnenbild für das Stück "Gott", das am Freitag am Bautzener Theater Premiere hat. Danach müssen die Schauspieler wieder in die Zwangspause.
Intendant Lutz Hillmann steht mit verbitterter Mine vor dem Bühnenbild für das Stück "Gott", das am Freitag am Bautzener Theater Premiere hat. Danach müssen die Schauspieler wieder in die Zwangspause. © SZ/Uwe Soeder

Herr Hillmann, am Freitag feiert noch „Gott“ am Theater vor ausverkauftem Haus Premiere. Nach dem Wochenende geht erneut das Licht aus. Wie fühlt sich der zweite Lockdown an?

Es ist schon schwer, gerade vor einer Premiere so einen Schlag zu verkraften. Es ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Unser Repertoire lief gerade wieder richtig an. Die Zuschauer haben die verordneten Einschränkungen akzeptiert, hatten großes Verständnis. Die Situation ist anders als beim ersten Mal: Mit den bestätigten Hygienekonzepten gehören Theater heute zu den sichersten öffentlichen Plätzen.

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Welche Konsequenzen hat das neuerliche Aus für das Bautzener Theater?

Der November ist mit über 80 Veranstaltungen einer der vorstellungsreichsten Monate. Wir verlieren nicht nur Einnahmen, sondern unsere Zuschauer. Zudem müssen wir uns organisatorisch umstellen. Wir müssen laufende Repertoire-Vorstellungen spielbereit halten, können ja nicht einfach einen Monat pausieren. Deshalb werden wir Vorstellungen ohne Publikum spielen. Die Proben laufen weiter. In Teilen werden wir in Kurzarbeit gehen - wie andere Theater auch.

Gibt es schon Pläne, auf wann die Inszenierungen verschoben werden?

Wir warten jetzt erstmal auf die Ausformulierung der Corona-Schutzverordnung für Sachsen. Außerdem soll in 14 Tagen die Entscheidung von Donnerstag dieser Woche erneut auf den Prüfstand.

Für unser Weihnachtsstück „Hotzenplotz“ haben wir zum Beispiel knapp 6.000 Bestellungen. Das Stück haben wir schon so umgearbeitet, dass wir es ab Dezember zwei Mal am Vormittag spielen können. 

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