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Döbelns Theater bleibt bis Ende Februar zu

Für die nächste Saison werden vor allem Freilichtaufführungen vorbereitet. Dafür verzichten die Schauspieler auf Urlaub.

Bis Ende Januar soll der Plan für die nächste Saison am Theater stehen.
Bis Ende Januar soll der Plan für die nächste Saison am Theater stehen. © Lars Halbauer

Döbeln. Dass auch die Theater nach den Festlegungen zum Corona-Lockdown bis zum 10. Januar 2021 geschlossen bleiben müssen, „bedauern wir sehr. Zugleich ist uns aber klar, dass diese Maßnahmen dem Schutz aller dienen und dass die Reduktion der Inzidenzzahlen ein gemeinsamer Weg zur Pandemiebekämpfung ist, den wir unterstützen“, teilen Geschäftsführer Dr. Hans Peter Ickrath und Intendant Ralf-Peter Schulze der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Das bereits erlebte kurzfristige „Ein-und Ausschalten“ der Theaterarbeit sei jedoch auf Dauer nicht möglich, es verhindere seriöse Planung und beeinträchtige mit zunehmender Dauer des Stillstands auch die künstlerische Qualität. „Deshalb sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass auf Grund der behördlichen Auflagen die Notwendigkeit besteht, den Spielbetrieb bis zum 28. Februar 2021 einzustellen“, so Ickrath und Schulze.

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Schwerpunkt 2021: Freilichtaufführungen

Im Moment werde für die Theater in Döbeln und Freiberg ein neuer Spielplan ab März 2021 erarbeitet. Von da an sollen vor allem die Stücke gezeigt werden, die bereits inszeniert, aber noch nicht gespielt worden sind. Dazu gehören „Der häusliche Friede“ und „Lauter Verrückte!“. Die geplante Neuproduktion des Musicals „The story of my life“ werde abgesagt, die der Opern „Der Mantel/Das Telefon“ voraussichtlich auf die nächste Saison verschoben.

„Dafür legen wir einen neuen Schwerpunkt auf Freilichtaufführungen in den Monaten Mai bis September 2021, die aller Voraussicht nach stattfinden können“, sagen Ickrath und Schulze. Neben der Operette „Die Csárdásfürstin“ auf der Seebühne Kriebstein und „Gold“, einem musikalischen Kinderstück im Freiberger Schlosshof, soll es Shakespeares „Sommernachtstraum“ und ein Märchen für die ganze Familie auf dem Schacht „Alte Elisabeth“ in Freiberg geben.

Kartenpreise werden zurückerstattet

Um diesen erweiterten Sommerspielplan verwirklichen zu können, verzichten die Theatermitarbeiter auf einen großen Teil des für den Sommer geplanten Urlaubs. Der werde im Einvernehmen mit dem Betriebsrat in den Februar vorverlegt. All diese Planungen sollen möglichst bis Ende Januar abgeschlossen werden, sodass der runderneuerte Spielplan veröffentlicht und der Vorverkauf beginnen kann.

Bis dahin werden die Theaterbesucher um etwas Geduld gebeten. Der Preis für Karten von Vorstellungen, die bereits ausgefallen sind oder bis Ende Februar ausfallen werden, wird zurückerstattet. Das gilt sowohl für die Inhaber der „Wertbriefe“ als auch für im Freiverkauf erworbene Eintrittskarten. Für die Rückabwicklung werden die originalen Eintrittskarten benötigt. Die können per Post an das Theater gesandt werden.

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Die Theaterkassen sind in beiden Städten dienstags und donnerstags in der Zeit von 10 bis 13.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 12.30 Uhr telefonisch erreichbar: Döbeln 03431/715265, Freiberg 03731/358235.

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