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Corona: Fünf neue Todesfälle in Mittelsachsen

Am Montag gab es 151 neue Nachweise. Der Landkreis erlässt Ausgangsbeschränkungen und Alkoholverbote.

Bei weiteren 151 Anwohnern aus dem Landkreis fiel ein Test auf Covid-19 positiv aus.
Bei weiteren 151 Anwohnern aus dem Landkreis fiel ein Test auf Covid-19 positiv aus. © Nikolai Schmidt

Mittelsachsen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus ist zu Beginn der neuen Woche auf 19 gestiegen. Wie aus der aktualisierten Statistik des Landkreises hervor geht, sind damit fünf weitere Personen in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. „Dabei handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 90 und 98 Jahren sowie drei Männer im Alter von 83 bis 87 Jahren. Alle hatten Vorerkrankungen“, informierte Kreissprecher André Kaiser.

Im Vergleich zum Wochenende sind zudem weitere Patienten in die mittelsächsischen Kliniken eingeliefert worden. Dort werden nach Angaben des Kreises am Montag 114 Betroffene stationär behandelt, acht Personen mehr als noch am Sonntag. Zwölf der Erkrankten sind auf eine Beatmung angewiesen.

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Laut dem DIVI-Intensivregister gibt es in Mittelsachsen noch elf freie Betten auf den Intensivstationen. Knapp 24 Prozent der Plätze auf den ITS werden derzeit von Corona-Patienten in Anspruch genommen (Stand Montag, 30. November, 13.19 Uhr). In der Helios-Klinik in Leisnig betrug die Zahl der Covid-Patienten am Montag insgesamt sieben. Drei Infizierte mussten dabei intensivmedizinisch behandelt werden. Am Freitag befanden sich noch elf Corona-Patienten in der Klinik, zwei davon auf der ITS.

13 neue Nachweise im Altkreis Döbeln

Auch am Montag informiert der Landkreis über eine Vielzahl an neuen Nachweisen des Virus. So lagen dem Gesundheitsamt erneut 151 neue positive Testergebnisse vor. Die Gesamtzahl der Nachweise ist damit auf 4.161 gestiegen.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Verhältnismäßig gering fällt der Anstieg im Altkreis Döbeln aus. Hier sind 13 neue Nachweise zu verzeichnen (567). Besonders viele neue Nachweise gibt es aus der Region Freiberg (+102/2.123). Für den Bereich Mittweida werden 36 neue Fälle gemeldet (1.471).

Momentan befinden sich 2.878 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne, vier weniger als noch am Sonntag. Der Inzidenzwert lag laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) am 30. November um 0 Uhr bei 226,6. Da der Wert in den vergangenen fünf Tagen über 200 lag, drohen dem Landkreis weitere Einschränkungen.

Ausgangsbeschränkungen und Alkoholverbot

Am Montag hat der Landkreis zwei neue Allgemeinverfügung veröffentlicht, die ab Dienstag gelten. Eine regelt die Abgabe von Alkohol und die Ausgangsbeschränkungen, die andere das Verhalten im Quarantänefall. Die Abgabe von Alkohol außerhalb von Geschäften ist nicht gestattet. Auch der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit, etwa vor Einkaufsmärkten, in Fußgängerzonen, Parkanlagen und auf Spielplätzen, ist nicht erlaubt. Das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund ist untersagt. Gründe sind zum Beispiel der Weg zur Schule, Arbeit, Kita, Arzt, das Einkaufen innerhalb des Landkreises, Besuche (soweit durch Kontaktbeschränkungen erlaubt), Unterstützung Hilfsbedürftiger, Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis. Sport und Bewegung im Freien ist im Umkreis von 15 Kilometern möglich.

Personen, die vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft wurden, haben auch dann in Quarantäne zu gehen, wenn noch kein schriftlicher Bescheid des Gesundheitsamtes vorliegt. Damit soll verhindert werden, dass das Virus vom positiven Test bis zum Ausstellen des Bescheids weitergegeben wird.

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