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Astrazeneca-Impfungen: Was Sie jetzt wissen müssen

Ab Freitag können sich Über-60-Jährige in Sachsen mit Astrazeneca impfen lassen. Worauf Sie jetzt achten müssen - die wichtigsten Fragen und Antworten.

Der Corona-Impfstoff Astrazeneca werde ab Freitag an Personen über 60 Jahre verimpft. Termine können ab Donnerstag gebucht werden
Der Corona-Impfstoff Astrazeneca werde ab Freitag an Personen über 60 Jahre verimpft. Termine können ab Donnerstag gebucht werden © dpa/Matthias Bein

Dresden. Nach einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) von Bund und Ländern wird der Impfstoff von Astrazeneca vorerst nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt. Demnach sollen die Länder nun auch schon 60- bis 69-Jährige für das Mittel von Astrazeneca in ihre Impfkampagnen einbeziehen können.

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Ab Freitag können sich in Sachsen Menschen über 60 Jahre mit Astrazeneca impfen lassen. Bis voraussichtlich Mitte April stünden rund 50.000 Impftermine mit dem Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügung, teilte das Sozialministerium mit. Ab Mitte April soll Astrazeneca dann auch in den Arztpraxen angeboten werden.

Ab wann kann man Termine buchen?

In Sachsen können ab Donnerstag (8. April) alle Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, einen Impftermin mit dem Impfstoff von Astrazeneca in den sächsischen Impfzentren buchen.

Wo kann man die Termine buchen?

Wie Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz mitteilt, können Termine ab Donnerstag ausschließlich über das Onlineportal sachsen.impfterminvergabe.de gebucht werden. „Jede Person, die das Impfangebot wahrnehmen möchte, muss sich darüber klar sein, dass ausschließlich der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca eingesetzt wird“, erklärte er.

Was ist mit Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine Astrazeneca-Impfung bekommen haben?

Bei Menschen, die unter 60 Jahre alt sind und bereits einen Impftermin mit Astrazeneca hatten, werde der Impfstoff auf Biontech/Pfizer und Moderna umgestellt.

Was ist mit bestehenden Terminen von Impfwilligen ab 60 Jahren?

Alle bestehenden Termine von Impfwilligen ab 60 Jahren, die auf ihren Termin-Unterlagen die Impfstoffvorauswahl des Herstellers Astrazeneca vermerkt haben, behalten ihr Impfangebot mit eben diesem Impfstoff. Dazu zählen etwa 6.000 Personen aus den Prioritätsgruppen 1 und 2, die bereits einen bestätigten Termin haben, heißt es vom DRK. Diese Personen erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Stand.

Was ist neu in den Impfzentren?

Zur Durchführung der Impfungen werden die Öffnungszeiten und Kapazitäten in den sächsischen Impfzentren ausgeweitet. Außerdem werde derzeit eine zusätzliche Ausweitung des Angebotes geprüft.

Was muss man beachten?

Wie das DRK mitteilt, wird häufig versucht, Geld mit Impfterminen zu machen. Impftermine werden weder durch Haustürgeschäfte oder telefonische Drittanbieter vergeben, noch können Impftermine käuflich erworben werden. "Wir bitten die Bürger dringend um Vorsicht und Meldung bei fragwürdigen Angeboten", heißt es. Das Registrieren und Buchen von Impfterminen sei ausschließlich über das Onlineportal bzw. die kostenfreie Hotline 0800 0899 089 möglich ist.

Was sagt die Europäische Arneimittelbehörde zu Astrazeneca?

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Unterdessen hat die Europäische Arzneimittelbehörde die Anwendung von Astrazeneca uneingeschränkt empfohlen. Die Experten stellten zwar einen Zusammenhang zwischen Impfstoff und Thrombosen fest. Dies trete allerdings sehr selten auf. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte: „Der Impfstoff schützt sehr gut vor schweren Covid-19-Krankheitsverläufen. Der Nutzen überwiegt die Risiken bei Weitem.“ (mit dpa)

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