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Viele Sachsen für härtere Corona-Regeln

Laut einer Umfrage empfinden rund 40 Prozent der Sachsen die bislang geltenden Maßnahmen als unzureichend. Es gibt aber auch gegenteilige Stimmen.

Ab kommenden Montag muss in Sachsen überall im öffentlichen Raum Maske getragen werden. Das ist nur eine der neuen Regeln.
Ab kommenden Montag muss in Sachsen überall im öffentlichen Raum Maske getragen werden. Das ist nur eine der neuen Regeln. © Sebastian Kahnert/dpa

Schulen, Kitas, Horte und viele Geschäfte bleiben ab kommendem Montag geschlossen - wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen zieht Sachsens Landesregierung die Notbremse und verordnet dem Bundesland ab kommendem Montag einen harten Lockdown. Dieser Kurs wird von vielen Sachsen mitgetragen, wie eine repräsentative Exklusiv-Umfrage zeigt, die sächsische.de zusammen mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Allerdings gibt es auch viele Menschen, die bereits die zuletzt geltenden Corona-Regeln als übertrieben empfinden und sich wohl nur schwerlich mit den weitaus härteren Maßnahmen anfreunden können.

Bevor der Lockdown voraussichtlich am kommenden Montag in Kraft tritt, haben wir gefragt: "Wie beurteilen Sie die Maßnahmen der Politik zur Bekämpfung der Corona-Pandemie?" Exakt 38,8 Prozent der Sachsen sagen, dass sie die bislang verordneten Maßnahmen als nicht ausreichend empfinden. Dieser Anteil der Sachsen dürfte die Lockdown-Ankündigung vom Dienstag befürworten.

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Zugleich sagen jedoch exakt 30,8 Prozent der Sachsen, dass sie schon die bislang geltenden Corona-Regeln, die auch als "Lockdown Light" bekannt geworden sind, als übertrieben empfinden. Diese Gruppe dürfte den harten Lockdown also erst recht ablehnen.

Außerdem geben weitere 30,4 Prozent der Sachsen an, dass sie die bislang geltenden Maßnahmen als angemessen empfinden. Bei dieser Gruppe kann allerdings nur gemutmaßt werden, ob sie den geplanten Lockdown befürworten oder ablehnen - schließlich waren die Pläne dafür zum Zeitpunkt der Fragestellung noch weitgehend unbekannt.

Dieses eher diffuse Bild zeigt sich auch bei einer anderen Umfrage: Wir wollten wissen, wie zufrieden die Sachsen mit dem Krisenmanagement der Landesregierung sind.

Die Antwort: Sachsen ist zwiegespalten. Exakt 43,3 Prozent sind zufrieden mit dem Handeln der Landesregierung in der Corona-Krise. Zugleich sagen 40,4 Prozent der Sachsen, dass sie mit dem Krisenmanagement der Regierung unzufrieden sind - wohl entweder, weil sie die bislang angeordneten Maßnahmen als zu hart oder zu weich empfinden. Rund 16 Prozent sind bei Frage unentschieden.

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An der erstgenannten Umfrage wurde bundesweit bisher 10.039 Mal teilgenommen. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen beträgt 707. An der zweiten Umfrage wurde bislang bundesweit 10.077 Mal teilgenommen. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen beträgt 750. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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