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Kommt die Homeoffice-Pflicht?

Die Union appelliert an Firmen mehr Homeoffice zu ermöglichen. Sollte das nicht ausreichen, könnten strengere Vorgaben die Folge sein.

Die Union zeigt sich offen dafür, strengere Vorgaben zu erlassen, die das Homeoffice für mehr Menschen möglich machen.
Die Union zeigt sich offen dafür, strengere Vorgaben zu erlassen, die das Homeoffice für mehr Menschen möglich machen. © Peter Schneider/KEYSTONE/dpa

Berlin. Aus der Unionsfraktion kommt ein Vorstoß, bei einer Verschärfung der Corona-Pandemie strengere Vorgaben für Unternehmen zu mehr Homeoffice zu machen. Dies sieht ein Stufenplan des in der Unionsfraktion zuständigen Berichterstatters Thomas Heilmann (CDU) vor. Wie Heilmann am Donnerstag sagte, sollte bei einer Verschärfung der Corona-Lage je Unternehmen nur noch ein Viertel der Beschäftigten in Büros gehen dürfen.

Zunächst aber solle an Firmen appelliert werden, mehr Homeoffice zu ermöglichen. Außerdem sei die öffentliche Verwaltung gefordert, wo es bisher zu wenig Homeoffice gebe. In Betrieben wie Industriefabriken, in denen Homeoffice nicht möglich sei, solle es einen gestaffelten Schichtbeginn geben.

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Grüne fordern Homeoffice-Pflicht

„Wir wollen mehr Schichtdienste, mehr Teststrategien und mehr Homeoffice“, sagte Heilmann. „Aber mit und nicht gegen die Wirtschaft. Wenn wir die gesamte Wirtschaft über Zwangsmaßnahmen abwürgen würden, dann wären die Folgen um ein vielfaches gravierender als die Nachteile der jetzigen Maßnahmen.“

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hatte gesagt: „Dort, wo es möglich ist, müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet werden, Homeoffice zu erlauben.“ Während viele Unternehmen vorbildlich handelten, berichteten immer noch zu viele Angestellte, dass ihnen ohne Not die Möglichkeit zum Arbeiten daheim verweigert werde, sagte Göring-Eckardt.

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