merken
Deutschland & Welt

Risikogebiete Griechenland & Niederlande

Erst Spanien, bald auch Griechenland und die Niederlande - ein Urlaubsziel nach dem anderen wird Corona-Risikogebiet. Was das für den Urlaub 2021 bedeutet.

Griechenland, Naxos: Tische und Stühle stehen bereit für Gäste auf der Insel Naxos. Ab Sonntag wird Griechenland jedoch wieder zum Risikogebiet.
Griechenland, Naxos: Tische und Stühle stehen bereit für Gäste auf der Insel Naxos. Ab Sonntag wird Griechenland jedoch wieder zum Risikogebiet. © Stephanie Pilick/dpa (Archiv)

Berlin. Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks als Risikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen abrät.

Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Mit Griechenland und der Niederlande werden zwei weitere beliebte Urlaubsländer der Deutschen auf die Risikoliste gesetzt. Portugal und Zypern sind wegen besonders hoher Infektionszahlen sogar als Hochinzidenzgebiet eingestuft worden, was eine Quarantänepflicht von 5 bis 10 Tagen für Einreisende bedeutet, die nicht geimpft oder genesen sind. Dieses Schicksal bleibt Spanien noch erspart, obwohl die 7-Tage-Inzidenz dort inzwischen auf 282 gestiegen ist. Für Hochinzidenzgebiete gilt eigentlich ein Grenzwert von 200, es spielen allerdings auch andere Faktoren noch eine Rolle.

Die Niederlande sind das erste der neun Nachbarländer Deutschlands, das wieder ganz als Risikogebiet eingestuft wird. Ausgenommen sind zum Königreich gehörende Überseegebiete. Die Deltavariante hat in den Niederlanden für eine explosionsartige Zunahme der Infektionen gesorgt. Nach der Rücknahme fast aller Beschränkungen stieg die Zahl der Neuinfektionen um 500 Prozent.

Auch im beliebten Urlaubsland Griechenland steigen die Infektionszahlen seit mehreren Wochen stark an - seit die Regierung die Maßnahmen für das Nachtleben gelockert hat und viele junge, noch ungeimpfte Leute feiern gehen. Betroffen sind deshalb vor allem Menschen unter 30, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen bleibt hingegen niedrig. Beatmet werden derzeit laut griechischer Gesundheitsbehörde 132 Patienten in dem Land mit seinen 11 Millionen Einwohnern.

Risikogebiete: Einstufungen womöglich nur von kurzer Dauer

In Dänemark werden zwei Regionen als Risikogebiete eingestuft: Hovedstad mit der Hauptstadt Kopenhagen und die Färöer Inseln.

Die neuen Einstufungen haben möglicherweise aber nur eine kurze Haltbarkeit. Die Bundesregierung arbeitet an einer neuen Einreiseverordnung ab dem 1. August, mit der die Risikogebiete ganz wegfallen werden. Derzeit sind 82 Länder in diese Kategorie eingestuft. Hinzu kommen 29 Hochinzidenz- und 11 Virusvariantengebiete.

Spanien bereits zu Risikogebiet erklärt

Seit Sonntag ist ganz Spanien bereits wieder Corona-Risikogebiet. Reisen wurden dadurch faktisch aber nicht erschwert. Mit dem Flugzeug zurückkehrende Urlauber müssen weiterhin einen vollständigen Impfschutz bzw. eine Genesung nachweisen oder einen negativen Test vorlegen. Für die Einreise in Spanien gilt: Touristen aus Deutschland, das Spanien nicht mehr als Risikogebiet einstuft, können ohne Test oder einen Impf-Nachweis ins Land.

Weitere Länder und Regionen neu eingestuft

Weiterführende Artikel

Delta-Angst: Welche Rechte haben Urlauber?

Delta-Angst: Welche Rechte haben Urlauber?

Mit der Ausbreitung von Virus-Varianten stehen Reisende vor neuen Fragen. Diese Rechte haben sie.

Ostsee-Urlaub 2021: So fühlt sich das an

Ostsee-Urlaub 2021: So fühlt sich das an

Die Freude über die Rückkehr der Urlauber an die Ostsee ist der Herausforderung gewichen, den Ansturm zu bewältigen. Der wirkt sich merklich auf die Preise aus.

Die große Checkliste für den Sommerurlaub

Die große Checkliste für den Sommerurlaub

Zwar trübt die Ausbreitung der Delta-Variante die Urlaubsaussichten. Dennoch bieten sich mehr Reisemöglichkeiten. Was Sie bei der Planung beachten sollten.

  • Außerhalb Europas werden Thailand und Myanmar als Risikogebiete eingestuft. Kuba, Indonesien und Libyen werden zu Hochinzidenzgebieten.
  • Sri Lanka und die Malediven werden dagegen vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft.
  • Ganz von der Risikoliste gestrichen werden Schweden, Norwegen und die Komoren vor der afrikanischen Küste. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt