merken
PLUS Sachsen

Corona: Sachsen verschärft Maskenpflicht

Sachsens Regierung weitet die Maskenpflicht wegen kaum sinkender Zahlen aus. Wo der Schutz jetzt getragen werden muss - ein Überblick.

In Sachsen wird die Maskenpflicht ausgeweitet.
In Sachsen wird die Maskenpflicht ausgeweitet. © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild (Symbolfoto)

Dresden. Sachsen verschärft angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionen die Hygienemaßnahmen. So soll ab Mittwoch (18. November) eine Maskenpflicht auf Parkplätzen von Supermärkten und vor Kitas und Schulen gelten, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld von 60 Euro.

Köpping empfahl vor allem älteren Bürgern dringend, auf nicht notwendige Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr zu verzichten. Zudem sollen Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln vermehrt stattfinden. Zudem gelten diese Corona-Regeln derzeit in Sachsen

Weihnachten
Weihnachten kommt schneller als gedacht
Weihnachten kommt schneller als gedacht

Machen Sie Weihnachten zu etwas ganz Besonderem. Geschenketipps, Rezepte und Bastelideen finden Sie in der Weihnachtswelt von sächsische.de.

Die Lage sei nach wie vor ernst, auch wenn die Zahlen nicht so stark wie in den vergangenen beiden Wochen stiegen, sagte Köpping. Die Anfang November eingeleiteten Maßnahmen hätten noch keine durchschlagende und deutliche Wirkung gezeigt. "Von Entwarnung kann keine Rede sein", betonte die Ministerin.

Bevor Sachsen eine neue Corona-Schutzverordnung erlässt, wolle man zunächst die Beschlüsse von Bund und Ländern in der kommenden Woche abwarten. Die Krankenhäuser würden bereits am Limit arbeiten. Köpping zufolge werden derzeit rund 11.000 Tests in Sachsen durchgeführt, 2.000 mehr als die Kapazitäten eigentlich hergeben.

Kabinett macht Weg für Corona-"Novemberhilfe" frei

Sachsen hat den Weg für die "Novemberhilfe" in der Corona-Krise geebnet. Nun müsse der Bund die notwendigen technischen Voraussetzungen schaffen, damit Unternehmer, Selbstständige und Künstler Anträge stellen können, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag in Dresden. Zuvor hatte das Kabinett einer entsprechenden Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zugestimmt. Von der Hilfe können alle Unternehmen, Solo-Selbstständige, Vereine und Einrichtungen profitieren, die mit der Corona-Schutzverordnung seit 2. November 2020 ihren Betrieb einstellen mussten.

Weiterführende Artikel

Corona-Hotspots verschärfen Hygiene-Regeln

Corona-Hotspots verschärfen Hygiene-Regeln

Altmaier befürchtet Lockdown bis ins Frühjahr, vier Corona-Fälle: Kreuzchor sagt Auftritte ab, Musikschulen in Sachsen öffnen wieder - unser Newsblog.

Diese Corona-Regeln gelten im Dezember in Sachsen

Diese Corona-Regeln gelten im Dezember in Sachsen

Schärfere Regeln in Hotspots, weniger Kontakte, Ausnahmen zu Weihnachten, Gastronomie und Kultureinrichtungen bleiben geschlossen. Ein Überblick.

Befreit von der Maskenpflicht: Welches Attest zählt?

Befreit von der Maskenpflicht: Welches Attest zählt?

Sachsen hat die Maskenpflicht verschärft. Nun beschäftigen Gefälligkeitsatteste und gefälschte Dokumente die Behörden. Welche Regeln jetzt gelten - ein Überblick.

"Die Novemberhilfe richtet sich vor allem an Gastronomen, Betreiber von Hotels, Solo-Selbstständige, Angehörige der Freien Berufe, Messebauer, an Unternehmen der Veranstaltungsbranche, an Künstler und Kreative - also an alle, die direkt, indirekt oder mittelbar von den Maßnahmen betroffen sind", betonte Dulig. Der Bund werde dafür bis zu 14 Milliarden Euro bereitstellen. Mit der Hilfe sollen staatliche Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 gewährt werden. Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz auch den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. (dpa)

Mehr zum Thema Sachsen