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Viele Corona-Tests verursachen hohe Zahlen

Die Kontaktnachverfolgung im Landkreis Meißen klappt wieder schneller. Für Landrat Ralf Hänsel ist das wichtiger als eine niedrige Sieben-Tage-Inzidenz.

Eine Krankenschwester des Elblandklinikums hält das Abstrichröhrchen eines Corona-Tests in der Hand.
Eine Krankenschwester des Elblandklinikums hält das Abstrichröhrchen eines Corona-Tests in der Hand. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Freistaat Sachsen gibt die Zielmarke vor: 80 Prozent der positiven Corona-Fälle sollen innerhalb von maximal 48 Stunden nachverfolgt werden, so Landrat Ralf Hänsel im Interview auf Sächsische.de. Seit Mittwoch erreicht der Landkreis Meißen diese Quote. „Das war bisher nicht immer der Fall“, so Ralf Hänsel. In den vergangenen Wochen konnte das Gesundheitsamt nur innerhalb von drei bis vier Tagen Kontakte nachverfolgen, vor vier Wochen wäre es auch mal eine Woche gewesen.

Dass die Kontaktnachverfolgung wieder zügig klappe, liege zum einen daran, dass es seit dem Jahreswechsel eine digitale Schnittstelle für Labore gibt. So seien sie gezwungen, ihre Meldung elektronisch an das Gesundheitsamt in Meißen zu schicken. Das erleichtere zwar die Arbeit, trotzdem müssen die Ergebnisse noch überprüft werden. In den nächsten zwei Wochen verpflichtet deshalb das Landratsamt neue Mitarbeiter, die im Gesundheitsamt aushelfen. Regulär arbeiten dort etwa 50, künftig sind es insgesamt 370 Personen. Sie verfolgen dann unter anderem Kontakte von Coronainfizierten oder ermitteln die aktuelle Zahl der positiven Fälle.

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Der Landkreis Meißen hat eine dauerhaft hohe Sieben-Tage-Inzidenz und war zeitweise auf Platz eins in Deutschland. Ralf Hänsel erklärt, dass dies vor allem an den vielen Tests im Landkreis liege. Denn das Elblandklinikum Meißen hat ein eigenes Testgerät. „Von September bis Dezember führten wir 39.000 Tests durch und von Dezember bis Mitte Januar reichlich 18.000.“ Und der Landrat wird das künftig so beibehalten. Trotzdem kritisiert er, politisches Handeln allein an der Sieben-Tage-Inzidenz festzumachen. Denn diese sei sachsenweit nicht vergleichbar. „Nirgendwo ist vorgeschrieben, wie viele Tests man pro 100.000 Einwohnern braucht.“ Infektiologisch betrachtet, sei zudem die Kontaktnachverfolgung wichtiger als die Indexermittlung.

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