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Mehrheit erwartet kein schnelles Lockdown-Ende

Endet der Lockdown wie geplant Ende November? Die meisten Sachsen glauben nicht daran, wie eine exklusive Umfrage von Sächsische.de mit Civey zeigt.

Leere Stühle und Tische auf dem Dresdner Neumarkt
Leere Stühle und Tische auf dem Dresdner Neumarkt © Archiv/dpa/Sebastian Kahnert

Geschlossene Restaurants, geschlossene Theater und Beschränkungen bei privaten Treffen - mit dem seit Montag gültigen "Lockdown Light" wollen Bundes- und Landesregierung die rasante Verbreitung des Coronavirus stoppen. Die Hoffnung ist, dass dies schnell gelingt. Denn die derzeitigen Einschränkungen sollen nur bis Ende November gelten. Übernächste Woche wollen die Ministerpräsidenten erneut mit Kanzlerin Angela Merkel beraten und den bisherigen Erfolg der Maßnahmen bewerten.

Die deutliche Mehrheit der Sachsen glaubt jedoch nicht daran, dass der "Lockdown Light" tatsächlich nur bis Ende November gültig sein wird. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Exklusiv-Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat.

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Demnach sind rund 78 Prozent der Sachsen "weniger zuversichtlich" oder "gar nicht zuversichtlich", dass die derzeit gültigen Beschränkungen Ende November aufgehoben werden. Nur rund 13 Prozent sind hingegen zuversichtlich, dass der Zeitplan gehalten werden kann. Rund zehn Prozent der Sachsen sind bei der Frage unentschieden.

Der Vergleich zur bundesweiten Auswertung der Umfrage zeigt, dass die Sachsen bei dieser Frage relativ skeptisch sind. So glauben immerhin rund 16 Prozent der Deutschen daran, dass der "Lockdown Light", wie geplant, Ende November endet. Auch hier ist die deutliche Mehrheit (rund 74 Prozent) aber skeptisch und glaubt an eine Verlängerung der Einschränkungen. 

Viele Sachsen rechnen außerdem damit, dass die Einschränkungen noch viel länger dauern und es auch zu den Weihnachtsfeiertagen noch Kontaktbeschränkungen geben wird. Das ist das Ergebnis einer weiteren repräsentativen Umfrage. 

Rund 49 Prozent der Sachsen machen sich demnach Sorgen, dass sie die Weihnachtsfeiertage nicht wie sonst mit ihrer Familie verbringen können. Rund 46 Prozent der Sachsen machen sich diese Sorgen nicht. Rund fünf Prozent sind bei der Frage unentschieden.  

Das Ergebnis deckt sich mit den Ergebnissen einer YouGov-Umfrage. Demnach empfinden derzeit nur sechs Prozent der Deutschen Vorfreude auf die Weihnachtsfeiertage.

An der erstgenannten Umfrage wurde deutschlandweit bisher 5.005 Mal teilgenommen. Die Stichprobengröße für die Sachsen-Zahlen beträgt 340. An der zweiten Umfrage haben bislang deutschlandweit 5.019 Menschen teilgenommen. Aus 323 Stimmen wurde eine Stichprobe gezogen, die der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung entspricht. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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