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Dippoldiswalde

Testpflicht in Botanischen Gärten?

Pillnitz und Großsedlitz können ohne aktuellen Coronatest besucht werden. Warum wird er dann im Hochmoor und in Schellerhauer Garten verlangt?

Zum Eintritt in den Botanischen Garten Schellerhau gehört ein aktueller Testnachweis.
Zum Eintritt in den Botanischen Garten Schellerhau gehört ein aktueller Testnachweis. © Marko Förster

Nachdem sie in der Sächsische Zeitung vom Frühlingsbeginn im Botanischen Garten Schellerhau las, hätte sie gern einen Ausflug dorthin geplant, schreibt Leserin Annegret Dittrich aus Lohmen. "Aber dann kam ich an die Stelle, dass ein tagesaktueller Coronatest notwendig ist." Damit habe sich der Besuch für sie erledigt.

Denn, so argumentiert sie: "Der Besuch von Pillnitz und Großsedlitz ist ohne Tests und Voranmeldungen möglich. Warum auch? Man geht an der frischen Luft spazieren! Und unter Einhaltung der üblichen Hygieneregeln ist eine Ansteckung kaum möglich. Das ist ja mittlerweile anerkannter Standard."

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Corona-Schutz-Verordnung schreibt Testkontrolle vor

Allerdings ist es nicht der Standard der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. "Dort ist im Paragraf 21 unmissverständlich geregelt, dass die Voraussetzung für die Öffnung botanischer und zoologischer Gärten die Kontrolle eines tagesaktuellen Tests ist", sagt Elke König. Sie ist Büroleiterin beim Förderverein für die Natur des Erzgebirges, der sowohl das Georgenfelder Hochmoor als auch den Botanischen Garten in Schellerhau betreibt.

"Bei Großsedlitz und Pillnitz handelt es sich um Parkanlagen, ebenso wie in Weesenstein", erklärt König: "Für Parkanlagen gilt generell keine Testpflicht". Auch die Mitarbeiter des Fördervereins würden ihre Anlagen gern ganz normal öffnen, ohne zusätzliches Datenblatt und Testnachweis. "Aber wir sind an die Coronaverordnung gebunden." Andersfalls drohen hohe Bußgelder.

Botanische Gärten in Dresden und Tharandt öffnen nicht

Der Forstbotanische Garten in Tharandt bleibt deswegen vorerst ganz geschlossen - aus dem selben Grund wie auch der Botanische Garten in Dresden: Beide sind normalerweise frei zugänglich, für eine Einlasskontrolle der Testnachweise gäbe es gar kein Personal.

Dort blüht und grünt es deshalb gänzlich ungesehen von Besuchern. Nur wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 fällt, tritt die Schutzverordnung außer Kraft. Ansonsten gilt sie bis zum 30. Mai. (sik)

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