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SOE: Wenig Hoffnung auf baldige Schulöffnung

Die Corona-Inzidenz ist im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zwar am Mittwoch unter den Grenzwert gefallen. Das bessert die Situation aber noch nicht.

Auch wenn zahlreiche Hygiene-Maßnahmen umgesetzt werden, Schulen bleiben weiter geschlossen.
Auch wenn zahlreiche Hygiene-Maßnahmen umgesetzt werden, Schulen bleiben weiter geschlossen. © Egbert Kamprath

Da keimte kurz Hoffnung auf. Am Mittwoch lag die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unter dem Grenzwert von 165 Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf 100.000 Einwohner. So teilte es das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Wenn das an fünf Tagen in Folge der Fall ist, dürfen Schulen und Kitas wieder öffnen.

Doch am Donnerstag wich der Optimismus vieler wieder der Ernüchterung. Das Landratsamt meldete dem RKI am Mittwoch wieder mehr Neuinfektionen als eine Woche zuvor. Die Inzidenz stieg auf 175,9. Damit ist klar, dass mit größter Wahrscheinlichkeit auch die komplette nächste Woche kein regulärer Unterricht an Schulen stattfinden darf. Ausgenommen sind nur Notbetreuung und Abschlussklassen.

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Selbst wenn von Freitag bis inklusive Dienstag der Wert unter 165 läge, darf erst am übernächsten Tag geöffnet werden. Schulen und Eltern sollen sich wenigstens etwas vorbereiten können. Dass es ausgerechnet am Freitag nach Himmelfahrt wieder losgehen soll, ist zu bezweifeln.

Wirkt die Bundesnotbremse?

Seit mehr als einer Woche gilt das neue Infektionsschutzgesetz mit diesem Grenzwert deutschlandweit als sogenannte "Bundesnotbremse". Am vorigen Mittwoch musste der Landkreis deshalb die Schulen und Kitas schließen. Da halfen auch die Proteste von Eltern nichts.

Für eine spürbare Verbesserung der Infektionslage hat das aber noch nicht beigetragen. Bis auf Mittwoch dieser Woche lag der Wert immer zwischen 175 und 220.

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