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Absage an Gewerkschaft: VVO hält an Fahrplan fest

Die Eisenbahnergewerkschaft fordert weniger Regionalzüge, um das Personal zu schützen. Der Verkehrsverbund Oberelbe reagiert unmissverständlich.

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Vorab-Fahrplaneinschränkungen wegen Corona soll es in Dresden nicht geben, sagt der VVO.
Vorab-Fahrplaneinschränkungen wegen Corona soll es in Dresden nicht geben, sagt der VVO. © Archiv/Sven Ellger

Dresden. Notfallfahrpläne, Krankheit, Quarantäne: Mit diesen Schlagworten sorgte am Dienstag die Eisenbahnergewerkschaft (EVG) für Aufmerksamkeit. Der Nahverkehr auf der Schiene, in Dresden etwa die S-Bahnen und die Regionalzüge, zum Beispiel nach Kamenz, sollten seltener fahren, so die Gewerkschaft. So könnten die Mitarbeiter geschützt und der Bahnverkehr sichergestellt werden.

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), der für die Nahverkehrszüge in Dresden und Umgebung zuständig ist, findet diesen Gedanken grundsätzlich richtig. "Bereits aktuell und auch während des Lockdowns im Frühjahr war und ist das Fahrplanangebot im VVO leicht ausgedünnt, um dem hohen Krankenstand bei den Bahngesellschaften Rechnung zu tragen", sagt VVO-Sprecher Christian Schlemper. So entfallen derzeit zum Beispiel die Züge der S2 zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und Pirna.

Notfallahrpläne ja, vorsorgliche Streichungen nein

"Sollten die Bahngesellschaften die Notwendigkeit sehen, aufgrund steigender Krankenstände das Angebot auszudünnen, werden wir uns, so wie aktuell bei der S2 oder im Dezember beim Trilex, miteinander verständigen", sagt Schlemper. Es sei wichtig, dass die Unternehmen Notfallfahrpläne in den Schubladen hätten.

Doch der VVO will nicht zulassen, dass vorsorglich Verbindungen gestrichen werden. "Ein Ausdünnen des Angebotes vorab kommt für uns nicht infrage", so Schlemper weiter. Geschäftsführer Burkhard Ehlen hat darüber hinaus noch einen Rat für die EVG. "Die Gewerkschaft sollte besser die Impfkampagne unterstützen, als vorab einen Notfahrplan zu verlangen", sagt der Verbundschef.

Sollte es aktuell nötig sein, weil Personal wegen Corona fehlt, will der Verbund gemeinsam mit den Bahngesellschaften, also etwa mit DB Regio, entscheiden, wie darauf reagiert werden kann. "Prämisse für den VVO ist es, dass die Ausfälle für den Fahrgast planbar sind, es Alternativen gibt und wir diese gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen kommunizieren können", erklärt Schlemper die Voraussetzungen für die dann anstehenden Entscheidungen.