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Wie das Elbefreizeitland Corona trotzen will

Der Freizeitpark in Königstein war während des Lockdowns im Frühjahr über Wochen zu. Um das Minus auszugleichen, wird ein Experiment gewagt - über den Winter.

Ab geht die Post: Otto, Agnes und Mama Fränze Frenzel auf der Rutsche im Elbefreizeitland in Königstein.
Ab geht die Post: Otto, Agnes und Mama Fränze Frenzel auf der Rutsche im Elbefreizeitland in Königstein. © Oberthuer

Das Elbefreizeitland in Königstein geht in diesem Jahr erstmals neue Wege. Gezwungenermaßen. Wegen der Corona-Krise wird der Freizeitpark an der Elbe nicht nur bis 1. November geöffnet sein. Besucher sollen die Attraktionen auch über den Winter nutzen können. Bis mindestens Mitte Januar will das Elbefreizeitland seine Tore öffnen. 

Die Idee dazu hatte Inhaberin Diana Blanco. Mit der Saisonverlängerung will sie der Coronakrise trotzen. Denn der Park musste genau zum Saisonstart für insgesamt zwei Monate geschlossen bleiben. Von Mitte März bis Mitte Mai war alles dicht - auch der benachbarte Campingplatz am Treidlerweg, der zum gleichen Unternehmen gehört. Um das Defizit etwas auszugleichen, will das Elbefreizeitland nun in die Verlängerung gehen.

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Winterwunderland ist geplant

Damit die Besucher auch in der kalten Jahreszeit nach Königstein kommen, haben sich Diana Blanco und ihr Team verschiedene Aktionen überlegt. Die erste läuft bereits. Noch bis 14. November finden die "Halloweeks" statt, angelehnt an Helloween. Entsprechend gruselig soll es auf dem Areal aussehen. Animierte Figuren, ein Grusellabyrinth, Hexen und Gespenster sollen die Besucher das Fürchten lehren. 

Die Falknershow gehört zu den Publikumslieblingen im Elbefreizeitland. Der Park wird dieses Jahr auch über den Winter geöffnet sein.
Die Falknershow gehört zu den Publikumslieblingen im Elbefreizeitland. Der Park wird dieses Jahr auch über den Winter geöffnet sein. © Karl-Ludwig Oberthuer

Am 14. November soll der Spuk dann ein Ende haben. "Zeitgleich beginnt die nächste Aktion: das Feuer- und Lichterland", erklärt Andrea Fleischer, die für das Elbefreizeitland arbeitet. Bis Mitte Januar soll der Park in ein Winterwunderland verwandelt werden. Dafür sollen unter anderem eine Rodelbahn, Eiskletterwand und Eisstockschießen sorgen. Lagerfeuer mit Knüppelkuchen, Punschbuden und eine Gulaschkanone sind ebenfalls geplant. Zudem sollen Indianertipis aufgebaut werden, in denen Mini-Events veranstaltet werden. "Höhepunkt ist ein allabendliches Lichterfeuerwerk", kündigt Andrea Fleischer an. Das Feuerwerk verzichtet jedoch auf klassische Böller am Nachthimmel. Stattdessen sollen Hunderte LEDs aufleuchten.

Winterbelebung für die Region

Etwa 300.000 Euro wurden in das Feuer- und Lichterland investiert. "Wir wollen damit zur Winterbelebung in der Sächsischen Schweiz beitragen", sagt Unternehmer Frank Nuhn, dessen Frau das Elbefreizeitland gehört. Der Tourismusverband hätte die Aktion bereits in ihr Portfolio aufgenommen, um damit die Werbetrommel für die Region zu rühren und Touristen anzulocken. 

Nuhn hofft, dass der Freizeitpark trotz der steigenden Infektionszahlen im Landkreis weiter geöffnet bleiben kann. Ein weiterer Lockdown würde nicht nur seiner Branche einen unvorhersehbaren finanziellen Schaden verursachen. "Das trifft dann alle", sagt er. Im gesamten Park werde penibel auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln geachtet. Die Mitarbeiter tragen beispielsweise Schutzvisiere. Für Besucher gilt seit 20. Oktober auf dem Gelände eine generelle Maskenpflicht. Ab welchem Alter Kinder eine Maske tragen sollen, entscheiden die Eltern.  

Öffnungszeiten: bis 1. November: täglich 10-18 Uhr. Vom 14. November bis 20. Dezember: Fr/Sa 12-21 Uhr, So 12-20 Uhr. Vom 25. Dezember bis 10. Januar: täglich 12-21 Uhr. Eintritt ab 14. November: 8 Euro für Kinder und Erwachsene. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Tickets gibt es an der Tageskasse.

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