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So erlebte Dresdens OB Hilbert Covid-19

Dirk Hilbert (FDP) hat die Erkrankung überstanden und ist zurück im Rathaus. Ohne Sorgen blieb auch er nicht.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert erzählt, wie er es geschafft hat, seine Familie nicht zu infizieren.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert erzählt, wie er es geschafft hat, seine Familie nicht zu infizieren. © Sven Ellger

Dresden. Zwei Tage bevor Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hatte er seine erste Impfung bekommen. Dass diese nicht sofort umfassend schützt, dafür ist Hilbert nun der lebende Beweis.

Mittlerweile ist das Stadtoberhaupt allerdings genesen. Zurück im Rathaus beschreibt er, wie er die Infektion erlebt hat und was ihm und seiner Familie dabei gelungen ist.

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"Wechselhaft", ist das erste Wort, das Hilbert auf die Frage antwortet, wie die Infektion bei ihm verlaufen ist. "Ich habe sehr viel geschlafen am Anfang." Müdigkeit und Schlappheit waren die Begleiter von Hilbert in diesen Tagen.

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Im Vergleich zu anderen, schwereren Fällen sei er aber "recht harmlos durchgekommen". "Aber es zieht einen runter und ist eben keine Grippe", schildert Hilbert. Immer wieder seien Fieber und Husten aufgekeimt. "Der Rückschlag rund um den zehnten Tag hat mich auch erwischt", verrät der OB. "Da habe ich mich gefragt, ob ich jetzt doch eine Lungenentzündung bekomme."

Aber Dirk Hilbert habe weder ins Krankenhaus, auf eine Intensivstation oder gar an ein Beatmungsgerät gemusst, deswegen gelte seiner als milder Verlauf. Und, das betont Hilbert: Er hat seine Frau und seinen Sohn nicht angesteckt.

"Essen, schlafen - alles in getrennten Zimmern. Begegnungen nur mit Schutz und auch nur kurz", sagt Hilbert. "Ein striktes Hygiene-Management". Darauf sei penibel geachtet worden. "Jeder Versuch von mir, auch mal mit ins Wohnzimmer zu dürfen, wurde strikt abgelehnt und abgewehrt", erklärt Hilbert schmunzelnd. Stattdessen habe er die Zeit wie erwähnt zum Schlafen genutzt, viel gelesen und es habe "genügend Telefonate" gegeben.

Zweite Impfung erst in drei Monaten

Hilbert gilt damit als Sonderfall, was die Impfung anbetrifft. Denn Genesene brauchen nach bisherigen Erkenntnissen nur eine, wenn sonst zwei Dosen Impfstoff gegen das Virus notwendig sind. Da das Virus bei OB Hilbert aber so kurz nach seiner ersten Impfung nachgewiesen wurde, benötigt er die zweite Dosis dennoch.

"Allerdings erst in drei Monaten", erklärt der OB. "Eigentlich wäre ich am Mittwoch dran gewesen, aber davon wurde mir dringend abgeraten, weil ich ja gerade erst genesen bin." Normalerweise liegen bei dem Impfstoff den Hilbert bekommen hat - Biontech - drei Wochen zwischen der ersten und der zweiten Dosis. Nun muss er drei Monate auf die zweite Impfung warten und zwei Wochen danach gilt der OB als vollständig geimpft. "Die Ärzte sagen, drei bis sechs Monate nach der Infektion. Da es bei mir ein leichter Verlauf war, geht es bereits nach drei Monaten."

Wo er sich infiziert haben könnte, darüber möchte Hilbert nicht mutmaßen.

Während der Corona-Infektion hatte die Familie auch Besuch vom Ordnungsamt. Die Mitarbeiter kontrollierten, ob sich der OB an die Quarantäne-Vorschriften hält. Sie hätten nichts zu beanstanden, hieß es später.

Mittlerweile seit Donnerstag darf Hilbert sich wieder ganz normal bewegen. Am vergangenen Mittwoch endete die Quarantäne-Absonderung. Davor hat er auch per Test nachgewiesen bekommen, dass er nicht mehr infiziert ist. Das verlängerte Wochenende hat Hilbert aber noch genutzt, um sich zu erholen. An diesem Montag hat er wieder die Amtsgeschäfte übernommen und ist mit Terminen wie einer gemeinsamen Sitzung der Fraktionsvorsitzenden gestartet.

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