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Wieder ein Corona-Fall im Landkreis Meißen

Forscher erwarten deutlich mehr Erkrankungen nach dem Beginn der Grippesaison im Herbst. Grippeimpfungen sind wichtig auch als Schutz vor Covid-19.

Eine Spritze mit dem Vierfach-Grippeimpfstoff Influvac Tetra liegt in einer Arztpraxis bereit. Die Grippeschutzimpfung wird in der kommenden Grippesaison eine große Bedeutung auch gegen das Corona-Virus erlangen.
Eine Spritze mit dem Vierfach-Grippeimpfstoff Influvac Tetra liegt in einer Arztpraxis bereit. Die Grippeschutzimpfung wird in der kommenden Grippesaison eine große Bedeutung auch gegen das Corona-Virus erlangen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolfoto)

Meißen. Es geht glücklicherweise nur sehr langsam voran.  Im Vergleich zum Vortag ist im Landkreis Meißen am Mittwoch eine weitere positiv auf Corona getestete Person hinzugekommen. Damit waren bislang 272 Personen am Virus SARS-CoV-2 erkrankt,  teilte das Landratsamt Meißen am Mittwoch mit. Acht Personen sind in behördlich angeordneter Quarantäne. Zudem wurden 30 Kontaktpersonen von positiven Fällen identifiziert. Gegenwärtig ist keine Person stationär im Krankenhaus  aufgenommen. 20 Personen sind bisher gestorben. 

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner liegt für den Landkreis Meißen bei 1.

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Zwei Kurven mit leichtem Drang nach oben. 
Zwei Kurven mit leichtem Drang nach oben.  © Gesundheitsamt Meißen
Einer mehr.
Einer mehr. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. 
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.  © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist noch weit weg. 
Die rote Linie ist noch weit weg.  © Gesundheitsamt Meißen

Forscher am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin und am Institut Pasteur in Paris haben eine schlechte Nachricht für den Herbst. Mithilfe eines mathematischen Modells zeigten sie, dass die Abnahme der Covid-19-Fälle im Frühling nicht nur mit den Gegenmaßnahmen, sondern auch mit dem Ende der Grippesaison zusammenhängt. Grippeerkrankungen haben die Corona-Übertragung demnach im Durchschnitt um das 2,5-Fache erhöht. Das Ergebnis der Studie legt nahe, dass auch die kommende Grippewelle einen verstärkenden Einfluss auf die Corona-Pandemie haben wird. Die  Wissenschaftler betonen daher die Bedeutung von Grippeimpfungen, auch als möglichen Schutz vor Covid-19. 

Offen bleibt, ob Grippekranke mit höherer Wahrscheinlichkeit Corona auf andere übertragen oder ob eine Grippeerkrankung Menschen anfälliger für Corona macht. Letzteres ist aber wahrscheinlicher, denn, dass Grippeviren die Anfälligkeit für Corona vergrößern könnten, wurde vor Kurzem auch in Laborstudien nachgewiesen.

Aus ihren Ergebnissen schließen die Forscher, dass in der kommenden Grippesaison Schutzimpfungen gegen Grippeviren essenziell sein könnten – nicht nur um Krankenhäuser zu entlasten, sondern auch um den möglichen Effekt auf die Corona-Übertragung einzudämmen. 

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