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Gilt auch in Wilsdruff die Notbetreuung?

Das Rathaus erklärt, dass man sich an die Vorgaben des Landes gehalten, diese aber großzügig ausgelegt habe.

Auch in Wilsdruff mussten die Kitas am Montag schließen. Jetzt gilt hier die Notbetreuung.
Auch in Wilsdruff mussten die Kitas am Montag schließen. Jetzt gilt hier die Notbetreuung. © Genrefoto: dpa/Monika Skolimowska

Mit dem Überschreiten des 100er-Wertes bei der Sieben-Tage-Inzidenz mussten im Landkreis Kindergärten und Krippen am Montag geschlossen werden. Manch einer bezweifelt, dass das auch in Wilsdruff geschah. Demnach soll der Bürgermeister im Alleingang entschieden haben, die Kitas für alle Kinder zu öffnen. Saechsische.de fragte deshalb im Wilsdruffer Rathaus nach, was an dieser Information dran ist.

Dort verweist man auf die Information, die das Rathaus bereits vorige Woche herausgegeben hat. Demnach habe der Freistaat Sachsen informiert, dass am 29. März die Kindertageseinrichtungen im Landkreis und damit auch in Wilsdruff geschlossen werden müssen und es nur noch eine Notbetreuung für Kinder in Horts und Kitas geben darf.

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Großzügige Auslegung der Vorgaben

Deshalb sei auch in Wilsdruff eine Notbetreuung angeboten worden, die Eltern nutzen konnten, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, erklärt Bürgermeister Ralf Rother (CDU). Welche das sind, habe der Freistaat festgelegt. Wer diese Bescheinigung bereits vorgelegt hatte, für den galt sie weiter. Ähnlich hat es nach Information von saechsische.de auch Glashütte aufgrund der Kürze der Entscheidung gehandhabt.

Weiter heißt es in der Information des Rathauses: "Aufgrund der kurzfristigen Regelungen und der besonderen Situation wird ein großzügiger Umgang mit den Arbeitgebernachweisen angewendet und der Schwerpunkt auf eine Betreuungsmöglichkeit gelegt", so Bürgermeister Rother. Dies geschehe auch vor dem Hintergrund, dass eine neue Corona-Schutzverordnung in Arbeit sei, nach der Kitas und Horte auch unabhängig der Inzidenz öffnen sollen.

"Die Perspektive der Öffnung unabhängig von der Inzidenz hat sich mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung nunmehr bestätigt", erklärte Rother am Mittwoch. "Unsere motivierten Erzieherinnen und Erzieher freuen sich, die Kinder betreuen zu können, und die Eltern, dass ihre Kinder betreut werden."

So viele Kinder besuchten die Kindereinrichtungen in der Woche 22.-26. März:

  • Krippe: 76 Prozent (Durchschnitt)
  • Kindergarten: 84 Prozent (Durchschnitt)
  • Hort: 91 Prozent (Durchschnitt)

So viele Kinder besuchten die Einrichtungen in dieser Woche:

  • Krippe: 47 Prozent (Durchschnitt);
  • Kindergarten: 39 Prozent (Durchschnitt);
  • Hort: 14 Prozent (Durchschnitt)

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