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SOE: So läuft der Kita-Betrieb wieder an

Die Kindertagesstätten im Kreis wechseln wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb - auch in Wilsdruff.

Im Herbst hat die Stadt Wilsdruff die erweiterte Kita am Landberg 14 in Wilsdruff feierlich in Betrieb genommen. Auch hier startet am Donnerstag der eingeschränkte Regelbetrieb.
Im Herbst hat die Stadt Wilsdruff die erweiterte Kita am Landberg 14 in Wilsdruff feierlich in Betrieb genommen. Auch hier startet am Donnerstag der eingeschränkte Regelbetrieb. © Karl-Ludwig Oberthuer

Diesen Tag haben viele Eltern herbeigesehnt: Nachdem die Inzidenzzahlen in den letzten Tagen unter 165 gesunken sind, endet hier die Notbetreuung. Damit kehrt auch in den Kindertagesstätten im Landkreis wieder ein Stück Normalität zurück. Die Kitas können im eingeschränkten Regelbetrieb arbeiten. So auch in Wilsdruff.

Hier ist ein Großteil der Kindereinrichtungen in der Hand des Kindergartenvereins, insgesamt sind es elf. "Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kindergartenvereins freuen sich sehr, wieder alle Kinder im eingeschränkten Regelbetrieb betreuen zu dürfen", sagt Oliver Gäbisch, der im Verein als geschäftsführender Mitarbeiter tätig ist. Sie seien hochmotiviert. Ähnlich dürfte die Stimmung auch unter den Erziehern in anderen Kommunen sein.

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Es endet die Notbetreuung, die am 28. April mit der Bundesnotbremse im Landkreis eingeführt wurde. Die Notbetreuung lief in den letzten Wochen in Wilsdruff "relativ reibungslos", sagt Oliver Gäbisch. Problematisch war, dass seine Mitarbeiter den Eltern die aktuellen gesetzlichen Vorgaben erläutern und dabei jedes mal darauf achten mussten, sich auf die aktuellen Vorgaben des Freistaates zu stützen. Die „Aufklärungszeit“ gegenüber den Eltern habe sehr viel Kraft und Zeit gekostet.

Während der Notbetreuung, bei der sich der Verein an die Regelungen des Freistaates Sachsen gehalten habe, wurden in den Einrichtungen zwischen 30 und 38 Prozent der 1.340 Kinder betreut, die dort eigentlich angemeldet sind. Vor und nach Feiertagen war die Betreuungsquote noch etwas geringer, da viele Eltern an diesen Tagen Urlaub hatten und ihre Kinder zu Hause betreut haben.

Generell hatten nur Familien Anspruch auf Notbetreuung, in denen beide Eltern beziehungsweise der Alleinerziehende in systemrelevanten Berufen arbeiten. Nur in Einzelfällen habe der Verein vom Recht des Ermessens Gebrauch gemacht, erläutert Oliver Gäbisch. Ein Beispiel: So wurde Notbetreuung auch den Kindern einer alleinerziehenden schwangeren Mutter für die Zeit angeboten, in der sie sich Vorsorgeuntersuchungen unterziehen musste.

Da der Kindergartenverein die Entwicklung der Inzidenzzahlen verfolgt, konnte er sich auf die sich anbahnende Öffnung im eingeschränkten Regelbetrieb vorbereiten. Der Vorlauf sei ausreichend gewesen, sagt Oliver Gäbisch. Die Vorbereitungen indes hielten sich in Grenzen. Denn die Hygienekonzepte liegen vor. Die letzten Wochen habe sein Verein genutzt, um einige Mitarbeiter zu zertifizierten Testern auszubilden. Diese werden ihre Kollegen zweimal wöchentlich testen. Das Servicepersonal wird regelmäßig alle stark beanspruchten Flächen desinfizieren.

Auch die Speiseanbieter haben sich auf die neue Situation vorbereitet. Nachdem sie in den letzten Wochen die notbetreuten Kinder mit Mittagessen versorgt haben, wechseln sie nun wieder zum regulären Betrieb. Damit steht der Öffnung der Kindereinrichtungen zwischen 7 Uhr und 16 Uhr nichts entgegen. Betreut werden sie in festen Gruppen.

Dennoch kann es auch in den nächsten Tagen wieder zu Einschränkungen kommen, wenn bei den regelmäßigen Testungen ein positiver Fall unter den Kindern oder Mitarbeitern bekannt wird. Dann greifen die bekannten Absonderungs- beziehungsweise Quarantäneregelungen.

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Weiterhin gilt, dass die Eltern zwar das Gelände der Kitas betreten können, um ihre Kinder am Gebäude abzugeben beziehungsweise abzuholen. Ins Gebäude selbst dürfen sie nicht. So war es in der Zeit der Notbetreuung und so bleibt es gemäß den Vorgaben des Freistaates, erläutert Oliver Gäbisch. Nur Eltern, die einen negativen Nachweis vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist und von einer offiziellen Corona-Teststelle ausgestellt wurde, können das Gebäude betreten.

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