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Wir müssen jetzt das neue Schuljahr retten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Biontech-Dosen für Schüler reservieren. Das ist sicher nicht populär - aber notwendig. Ein Kommentar.

SZ-Redakteur Ulli Schönbach kommentiert den Vorschlag des Bundesgesundheitsministers, Biontech-Impfdosen für Schüler zu reservieren.
SZ-Redakteur Ulli Schönbach kommentiert den Vorschlag des Bundesgesundheitsministers, Biontech-Impfdosen für Schüler zu reservieren. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Impfquote steigt, die Inzidenz sinkt. Eine neue Leichtigkeit macht sich breit. Das ist gut. Wir alle wollen raus aus der Dauerdepression, in der sich tagein, tagaus alles um die C-Frage dreht. Doch die neue Lust am Lockern darf nicht den Blick auf die Realität verstellen. Corona ist noch lange nicht vorbei.

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Da passt es schlecht ins Bild, wenn die öffentliche Debatte zunehmend auf Nebengleise gerät. Stichwort: Maskenpflicht im Einzelhandel. Anderes sollte uns mehr beschäftigen, vor allem die Lage an den Schulen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vorgeschlagen, die Impf-Dosen von Biontech für die Unter-18-Jährigen zu reservieren. So will er allen Schülern bis Ende August ein Impfangebot machen.

Das ist sicher nicht populär. Denn neue Prioritäten für die einen bedeuten längere Wartezeiten für die anderen. Doch die Zeit drängt. Bereits in zwei Monaten beginnt in den ersten Bundesländern das neue Schuljahr. Hohe Inzidenzen in der Gesamtbevölkerung sind dann nicht mehr zu erwarten, unter Kindern und Jugendlichen aber schon. Zudem werden auch im August noch Millionen Erwachsene ohne Impfschutz sein.

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E-Mail an Ulli Schönbach

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