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Wirbel um Maskenpflicht für Gastronomie in Riesa

Die Stadt hatte insbesondere an mehrere Branchen appelliert, die geltenden Corona-Regeln einzuhalten. Ein Punkt stößt dabei auf Kritik.

Müssen Kellner – wie auf diesem Symbolfoto vom Juni aus Köln – auch derzeit in Sachsen Maske tragen? Eine Information der Stadt legt das nahe. Das irritiert Wirte aus der Stadt.
Müssen Kellner – wie auf diesem Symbolfoto vom Juni aus Köln – auch derzeit in Sachsen Maske tragen? Eine Information der Stadt legt das nahe. Das irritiert Wirte aus der Stadt. © Henning Kaiser/dpa

Riesa. Eine grundsätzliche Maskenpflicht für Mitarbeiter in der Gastronomie? Diese Aussage der Stadtverwaltung Riesa hat unter Verantwortlichen aus der Branche für Irritationen gesorgt. Am Dienstag hatte die Kommune in einer Mitteilung an Lokalbetreiber appelliert, die geltenden Coronaregeln einzuhalten und zudem Kontrollen durch das Ordnungsamt in Aussicht gestellt. Auch die SZ hatte darüber berichtet. 

Eine grundsätzliche Maskenpflicht für Servicepersonal in Gaststätten gibt es aber – zumindest im Moment – nach Ansicht von vielen Lokalbetreibern nicht. Es handele sich stattdessen um eine Empfehlung.

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Entsprechende Informationen verbreitet beispielsweise der Branchenverband Dehoga auf einer eigens eingerichteten Internetseite rund um das Thema Corona und Gaststätten und Hotels. Dort heißt es aktuell zur Maskenpflicht: „Tragen von Mund- und Nasenbedeckung oder Gesichtsschutz für Thekenmitarbeiter und für Service-Personal wird empfohlen, keine Maskenpflicht für Gäste.“

Auf Nachfrage verwies die Stadtverwaltung am Mittwoch auf das laut Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung für jedes Objekt nötige Hygieneschutzkonzept, das umgesetzt werden müsse. Die jeweiligen Konzepte würden „eine Vielzahl von Festlegungen und dringenden Empfehlungen“ enthalten, so die Stadt. Im Falle einer Kontrolle spiele die gesamte Konzeption und deren Umsetzung eine Rolle. Letzten Endes, so die Kommune, würden die derzeitigen Verordnungen „einen gewissen Interpretationsspielraum“ hinterlassen.

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Im Netz war die ursprüngliche Mitteilung aus dem Rathaus auf Kritik gestoßen. Da die Stadt angegeben hatte, von Bürgern Hinweise erhalten zu haben, dass die Corona-Regeln in verschiedenen Branchen nicht eingehalten würden, sprachen Kommentatoren von Denunziation. Unter anderem wurde auch der Vorwurf erhoben, die Kontrolle der mit Bußgeldern bewehrten Regeln laufe auf Geldschneiderei hinaus. (SZ)

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