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Wohin mit der freien Corona-Zeit?

Zeitforscherin Elke Großer erklärt, warum der vermeintliche Zeitwohlstand gar keiner ist und wie man damit klarkommt.

Von Susanne Plecher
 8 Min.
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Durch Corona haben viele Menschen mehr Zeit - doch wie soll man sie sinnvoll nutzen?
Durch Corona haben viele Menschen mehr Zeit - doch wie soll man sie sinnvoll nutzen? © 123rf

Nervös im Stau stehen, weil der nächste Termin drückt – das gehört derzeit für die meisten der Vergangenheit an. Genauso wie abends ins Restaurant oder Kino zu gehen, seine Freizeit mit Freunden, Familie oder im Fitnessstudio zu verbringen oder sich Ausstellungen anzuschauen. Die Menschen müssten durch Corona endlich mehr Zeit haben – ein Idealzustand, nach dem sie sich immer gesehnt haben. Doch dem ist nicht so, sagt Zeitforscherin Elke Großer.

Frau Großer, gibt es Erhebungen, was die Menschen jetzt mit all der Zeit machen, die sie früher mehr auf Arbeit oder mit Freizeitaktivitäten verbracht haben?

Ja, die gibt es. Aber ich sehe es etwas differenzierter. Am Anfang der Pandemie im März 2020 wurde von einer großen Entschleunigung gesprochen, von der vielen freien Zeit, die man zur Verfügung hätte. Auf einmal hätten die Menschen keine Hetze, keine Eile mehr, weil, wie jetzt auch wieder, viel vom Leben da draußen wegfällt. Wir hätten jetzt den Zeitwohlstand ohne Stress, den wir uns immer ersehnt haben. Das hörte sich erst einmal sehr gut an. Aber das ist nicht so.

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