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Döbeln

Zum Impfausflug nach Thüringen

In Sachsen einen Termin für die Corona-Schutzimpfung zu ergattern, ist schwierig. Bei den Nachbarn geht’s unkomplizierter.

Weil er in Sachsen keinen Impftermin bekommen hat, ist ein Waldheimer in das Nachbarbundesland gefahren.
Weil er in Sachsen keinen Impftermin bekommen hat, ist ein Waldheimer in das Nachbarbundesland gefahren. © dpa

Region Döbeln. Im Freistaat Sachsen wurden 15 Impfzentren eingerichtet. Doch der Impfstoff ist so begrenzt, dass im Portal des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nur noch an drei Tagen in der Woche Termine freigegeben werden.

Die nächste Möglichkeit, einen zu ergattern, wäre am Freitag ab 18 Uhr. Am Donnerstagmittag standen aber lediglich im Impfzentrum Annaberg an zwei Tagen im Mai noch insgesamt 206 Termine zur Verfügung. In allen anderen Impfzentren prangte hinter jedem Tag bis zum 2. Juni eine Null.

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Thomas Berger hat es vor einiger Zeit zumindest geschafft, sich auf dem Portal des DRK in Sachsen zu registrieren. „Aber auch das hat eine ganze Weile gedauert“, sagt der Waldheimer. Mit dem Registrierungscode hätte er anschließend einen konkreten Termin buchen können.

„Ich habe es mehrere Tage lang probiert. Aber oft ging die Buchungsseite gar nicht erst auf. Ich hatte keine Chance, einen Termin zu bekommen“, so Berger. Zumal er häufig, wenn neue Termine freigegeben wurden, gearbeitet hat und dadurch gar keine Möglichkeit hatte, sich in das Portal einzuwählen.

Terminbuchung schnell und unkompliziert

„Aber dann erzählte ein Kollege in der Mittagspause, dass er zum Impfen nach Gera gefahren ist“, sagt Berger. Er habe ebenfalls versucht, dort einen Termin zu erhalten. „Und das war ganz unkompliziert.“ Das Verfahren sei umgekehrt dem in Sachsen. Zuerst erhalte der Interessent den Termin, danach würden alle nötigen Daten abgefragt.

Er habe sich den Termin aussuchen können und sei dann ganz kurzfristig mit seiner Frau nach Thüringen gefahren. Denn für sie habe er gleich mitgebucht. Dort sei nur der Termin kontrolliert worden, sonst nichts – auch nicht die Bescheinigung vom Arbeitgeber.

Das Impfzentrum werde von der Bundeswehr betrieben. Dort sei alles reibungslos verlaufen. „Wir haben den Impfstoff Moderna erhalten und den zweiten Termin in sechs Wochen gleich mit. Besser ging’s nicht“, meint Thomas Berger.

Welche Erfahrungen haben Sie, liebe Leser? Erzählen Sie uns Ihre Impf-Geschichte unter Tel. 03431 71940 oder schreiben Sie eine E-Mail an [email protected]ächsische.de.

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