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Coswiger auf amerikanischer Facebook-Seite

Das Schüler-Team bewertet in einer weltweiten Jury, ob Wissenschaftler Kompliziertes einfach erklären können.

© Matthias Schumann

Von Ines Scholze-Luft

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Coswig. Sehr gefreut haben sich jetzt Schüler des Coswiger Förderschulzentrums Peter Rosegger über die Nachricht, dass das von ihnen in der SZ erschienene Bild jetzt auch auf den Facebook- und Twitter-Seiten des US-amerikanischen Alan-Alda-Centers zu finden ist.

Die jungen Coswiger beteiligen sich derzeit an der Flame Challenge des Alan-Alda-Zentrums für Wissenschaftskommunikation an der Stony Brook Universität im Bundesstaat New York. Der Wettstreit entstand 2012 in den USA, initiiert durch den Schauspieler und Moderator von Wissenschaftssendungen Alan Alda. Erreicht werden soll, dass Wissenschaftler komplizierte Alltagsprozesse fachlich richtig und verständlich erklären können, auch für Elf- bis Zwölfjährige. Von ihnen kommen die Fragen, die Experten beantworten sie. Diesmal geht es ums Klima. Und die Coswiger sind vermutlich als erstes deutsches Schulteam bei der Flame Challenge dabei.


Dass sie bei den Organisatoren auf der anderen Seite des Großen Teichs so viel Aufmerksamkeit finden, freut nicht zuletzt Schulsozialarbeiterin Sandra Knorr von der Juco. Die Coswiger Mitarbeit am Wettbewerb steht in Trägerschaft der Juco.

Die Videokonferenz – hier hatten sich die Coswiger eine Teilnahme-Chance erhofft – im Rahmen der Auswertung der Wettbewerbsbeiträge mit Alan Alda höchstpersönlich wird es dieses Jahr leider nicht geben, hat Sandra Knorr aus dem Alan-Alda-Center erfahren. Man wolle sich verstärkt auf das Training für die Wissenschaftler konzentrieren.

Jetzt warten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 des Förderschulzentrums auf die Beiträge der Wissenschaftler, trugen inzwischen zu den Begriffen Klima und Wissenschaftler alles zusammen, was ihnen einfiel. Sie haben Meinungen, Ideen und Inputs der Schüler gesammelt, auch dazu, wie gute und klare Antworten ihrer Meinung nach aussehen müssten und was sie sich allgemein wünschen. Wie zum Beispiel normaler Unterricht lebendiger werden könnte. Und ob sie sich trauen nachzufragen, wenn sie Dinge nicht verstehen.

Sandra Knorr zufolge haben sie das analog zu Schülern in New York getan, was sehr spannend gewesen sei. Nicht zuletzt deshalb, weil etwa die Hälfte der Coswiger Antworten denen der New Yorker Schüler sehr ähneln würden, ohne dass sie diese vorher gekannt hätten.

Wenn sie dafür Zeit haben, wollen die Coswiger daraus ein Video machen.

Was die Schulsozialarbeiterin noch bewegt: Sie möchte gern erreichen, dass sich auch deutsche Wissenschaftler für die Flame Challenge begeistern – ebenfalls eine große Herausforderung.

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