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Coswiger Schüler singen in Oper mit

© Matthias Schumann

24 Mitglieder des Jugendchors des Gymnasiums sind heute bei der Premiere von Tschick an den Landesbühnen dabei.

Coswig. Heute wird es ernst. Ganz ernst. 19.30 Uhr öffnet sich der Vorhang der Landesbühnen für die Premiere der Roadopera Tschick von Ludger Vollmer nach dem Bestsellerroman von Wolfgang Herrndorf. Über zwei 14-Jährige aus schwierigen Familienverhältnissen. Der lebhafte „Iwan“ Tschick und der wohlstandsverwahrloste Maik wollen nach der 8. Klasse die großen Ferien gemeinsam verbringen, starten in Berlin mit einem gestohlenen Auto in den Süden.

Und werden dabei in der Radebeuler Inszenierung auch vom Jugendchor des Coswiger Gymnasiums begleitet. 20 Schülerinnen und vier Schüler des Jugendchores, 5. bis 12. Klasse, singen in der Oper mit, neben Landesbühnen-Opernchor, Opernsängerinnen und -sängern, begleitet von der Elbland Philharmonie Sachsen.

Warum ausgerechnet die Coswiger ausgewählt wurden? Weil wir schön singen, sagt Chorleiterin Fanni Kaufmann mit einem Schmunzeln. Und weil ein personeller Zufall mitspielte: Der Sohn von Landesbühnen-Intendant Manuel Schöbel lernt am Gymnasium. Der Intendant kennt die Schullandschaft mit Bigband und Chor, sagt die Chorleiterin. Auch Sebastian Ritschel, für die Inszenierung verantwortlich, wollte den Jugendchor mit einbeziehen.

Nach den Sommerferien erhielten die Schüler die Noten, los ging es mit den Proben. Wir mussten erst mal hinter die Musik steigen, sagt Fanni Kaufmann. Das Szenische kam im Dezember im Theater dazu. Viele Proben liegen hinter dem Jugendchor und allen anderen Mitwirkenden.

Für Cora, 12. Klasse, ist das Auftreten auf der Bühne aufregend. Zur rechten Zeit am rechten Ort sein, schnelle Kostümwechsel meistern. Siebtklässlerin Lilli ist erstaunt, wie viel Arbeit hinter dem Stück steckt. „Ein unglaublicher Aufwand.“ Dass sie von den Profis so super aufgenommen wurden, begeistert beide. Wir werden mit so viel Respekt behandelt, sagt Cora. Der Chor ist wie eine Familie, ergänzt Lilli. Ein extra Dank geht an Regieassistentin Rebekah Rota. Sie hat sich besonders um die Schüler gekümmert, sagt die Jugendchorchefin. (SZ/IL)