merken

Countdown für Jubiläumsfest läuft

Die Kemnitzer feiern zum 20. Mal in den Oktober und sehen auch eine neue Baustelle mit gewisser Gelassenheit.

© Rafael Sampedro

Von Susanne Sodan

Kemnitz. Bei Edeltraut Peschel klingelt seit etwa zwei Wochen das Telefon deutlich häufiger. In den meisten Fällen kann die Inhaberin des gleichnamigen Lebensmittelmarktes in Kemnitz erraten, worum es geht: „Haben Sie noch Karten für Roland Kaiser?“, lautet die Frage häufig – und sie lässt sich mit den Namen Matthias Reim und Max Giesinger variieren. Normalerweise gehören Konzertkarten nicht zum Sortiment des Lebensmittelmarktes. Aber für das Oktoberfest in Kemnitz ist das Geschäft eine Vorverkaufsstelle.

Anzeige
Wandern mit Kindern: Das muss mit
Wandern mit Kindern: Das muss mit

Bei Ausflügen mit Kindern stehen Erlebnis und Abenteuer im Vordergrund. Das sollte bei der Tourenplanung und beim Packen des Rucksacks bedacht werden.

Diese Künstler kommen zum Oktoberfest

Kaiserlicher Besuch  Er kennt den Weg nach Kemnitz bereits: Auch vergangenes Jahr stand Roland Kaiser beim hiesigen Oktoberfest auf der Bühne.
Kaiserlicher Besuch Er kennt den Weg nach Kemnitz bereits: Auch vergangenes Jahr stand Roland Kaiser beim hiesigen Oktoberfest auf der Bühne.
Beliebter Dauergast  Könnte den Weg nach Kemnitz wahrscheinlich im Schlaf fahren: Matthias Reim. Mit einem kleinen Video, das auf der Internetpräsenz des Kemnitzer Oktoberfestes zu finden ist, lädt er persönlich zu seiner Tour ein – und zum Jubiläums-Oktoberfest in die Oberlausitz.
Beliebter Dauergast Könnte den Weg nach Kemnitz wahrscheinlich im Schlaf fahren: Matthias Reim. Mit einem kleinen Video, das auf der Internetpräsenz des Kemnitzer Oktoberfestes zu finden ist, lädt er persönlich zu seiner Tour ein – und zum Jubiläums-Oktoberfest in die Oberlausitz.
Charmanter Chartstürmer  Ähnlich ist es bei Max Giesinger. Auch er war in Löbau mit dabei, jetzt kommt er noch einmal in die Oberlausitz. Den Auftritt des Musikers und seiner Band hatten die Organisatoren vom Oktoberfest sehr langfristig geplant.  Foto:
Charmanter Chartstürmer Ähnlich ist es bei Max Giesinger. Auch er war in Löbau mit dabei, jetzt kommt er noch einmal in die Oberlausitz. Den Auftritt des Musikers und seiner Band hatten die Organisatoren vom Oktoberfest sehr langfristig geplant. Foto:
Doppelte DJ-Power  Zum ersten Mal ist auch das Duo Stereoact nicht in der Oberlausitz. Zum Tag der Sachsen standen sie in Löbau auf der Bühne. Am 29. September legen sie zur Sunshine-Live-Party auf.
Doppelte DJ-Power Zum ersten Mal ist auch das Duo Stereoact nicht in der Oberlausitz. Zum Tag der Sachsen standen sie in Löbau auf der Bühne. Am 29. September legen sie zur Sunshine-Live-Party auf.
Schwedische Hit-Sänger  Kein Playback: Abba World Revival gründeten sich 2003 in Prag, dahinter stehen zehn Profimusiker. Nach Kemnitz kommen sie zum ersten Mal. Ebenfalls dabei ist die Tribute-Band RockSet.
Schwedische Hit-Sänger Kein Playback: Abba World Revival gründeten sich 2003 in Prag, dahinter stehen zehn Profimusiker. Nach Kemnitz kommen sie zum ersten Mal. Ebenfalls dabei ist die Tribute-Band RockSet.

Noch bis vergangene Woche hatte Edeltraud Peschel ein paar wenige der insgesamt rund 4 000 Karten für das Roland-Kaiser-Konzert zum Oktoberfest Kemnitz. „Soweit ich weiß, sind die jetzt auch weg“, sagt Thomas Kneschke vom Verein Kemnitzer Fördergemeinschaft, der das Oktoberfest organisiert. Für die anderen Konzerte – die Sunshine Live Party am 29. September, Max Giesinger am 2. Oktober und Matthias Reim am 6. Oktober – gibt es noch Karten. Und für die RevivalNacht mit den beiden Gruppen RockSet und Abba World Revival werden vorab überhaupt keine Karten verkauft – die gibt es nur an der Abendkasse.

Viele, die heute woanders leben, kommen für das Oktoberfest nach Hause in die Oberlausitz, weiß Frau Peschel. Deshalb sind dieser Tage nicht nur Anrufer aus der Region am Telefon, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet. Dieses Jahr womöglich noch mehr als sonst. Denn das Oberlausitzer Oktoberfest feiert Jubiläum, das 20.

Große Sprünge im Programm wollen die Organisatoren deshalb aber nicht machen. „Wir wollen uns nicht überschätzen“, sagt Mitorganisator Dirk Neumann. Denn das könne schnell nach hinten losgehen. So sieht es auch Thomas Kneschke. Es soll nichts künstlich hochgespielt werden, sagt er. Die Kemnitzer setzen in ihrem Programm auf vieles, was sich in der Vergangenheit bewehrt hat: Der Oberlausitzer Bauernmarkt ist fester Bestandteil, ebenso der Trödelmarkt. Matthias Reim hat zugesagt und auch Roland Kaiser. „Er war vergangenes Jahr ganz angetan von unserem Publikum“, erzählt Thomas Kneschke. Trotzdem, einige Besonderheiten für die Besucher soll es zum 20. geben. „Wir haben wieder getüftelt und gefeilt“, sagt Kneschke. Max Giesinger ist erstmals in Kemnitz dabei, ebenso die Revival-Nacht.

Bereits in der vergangenen Woche haben die Organisatoren nach Feierabend Stück für am Festzelt gebaut. Am Wochenende packten zahlreiche freiwillige Helfer mit an. Der Grundaufbau stehe damit, erzählt Kneschke. Dass auch in diesem Jahr – wie schon 2016 – genau zum Fest eine Straße gebaut wird, sieht er nicht als übergroßes Problem. Aber ein bisschen mehr Geduld brauchen die Gäste: Vergangene Woche kam vom Bernstädter Stadtrat und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die Information, dass auch dieses Jahr bis Ende Oktober auf der S129 gebaut wird.

Allerdings an einer anderen Stelle, in der Nähe vom Gasthaus Lindl und dem Waldbad. Allerdings wird es keine Vollsperrung geben. Die Straße bleibt einseitig befahrbar, der Verkehr wird über eine Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt. Nur Laster, die schwerer sind als 3,5 Tonnen, müssen eine Umleitung nehmen. Thomas Kneschke lässt sich von der Baustelle nicht die Ruhe nehmen. „Bis jetzt ist noch jeder bei uns angekommen“, sagt er optimistisch.